Flüchtlings-Ambulanz hängt in Warteschleife

Projektstart noch unklar

Schon seit Februar plant die Stadt eine zentrale Flüchtlings-Ambulanz. Die Idee dahinter ist, die völlig überlaufenen Notaufnahmen der Dortmunder Krankenhäuser zu entlasten. Eigentlich sollte die Ambulanz im Mai starten. Doch noch sitzt sie in der Warteschleife.

DORTMUND

, 01.04.2016, 04:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schnell sollte es gehen, aber daraus wird nichts: Die Ambulanz zur ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern nach dem Dresdner Modell soll möglichst bald auch in Dortmund installiert werden, aber noch gibt es jede Menge Fragen zu klären.

Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamtes, ist in fortlaufenden Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, niedergelassenen Ärzten, Ämtern und Krankenhäusern. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen gilt als Vorreiter bei der Einrichtung von Flüchtlings-Ambulanzen. Die Sprechstunden im östlichen Bundesland werden über das Asylbewerberleistungsgesetz abgerechnet. Restkosten übernimmt die jeweilige Kommune.

Die Zeit drängt

Heike Achtermann, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, bestätigt, die „zulassungsrechtlichen Gespräche“ liefen permanent, aber viele Details seien noch ungeklärt. Darunter Fragen wie, welche Ärzte einen Teil ihres Dienstes in dieser neuen Flüchtlings-Ambulanz versehen, woher genügend sprachkundige Mediziner kommen sollen und welche Räume in Dortmund geeignet sind und zur Verfügung stehen.

Dabei drängt die Zeit für eine eigene Anlaufstelle für Zuwanderer. Sie würde die ohnehin völlig überlaufenen Notaufnahmen der Dortmunder Krankenhäuser entlasten. Ursprünglich wollte Dr. Renken mit der Ambulanz bereits im Mai starten.

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