Flüchtlings-Erstaufnahme am Westfalenpark: Bombensuche läuft

An der Buschmühle

Auf dem Gelände der geplanten Flüchtlings-Erstaufnahme am Westfalenpark gibt es möglicherweise Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Seit Montagmorgen führt eine Spezialfirma dort Bohrungen durch.

DORTMUND

, 14.09.2015, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bagger einer Spezialfirma aus Düren untersuchten den Untergrund des Parkplatzes. Dabei entdeckten sie mehrere Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg.

Bagger einer Spezialfirma aus Düren untersuchten den Untergrund des Parkplatzes. Dabei entdeckten sie mehrere Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg.

Seit Montagmorgen laufen auf dem Parkplatz "F2" an der Buschmühle die Untersuchungen. 12 Verdachtspunkte gibt es, meldet unser Reporter vor Ort. Eine Spezialfirma aus Düren führt dort Probebohrungen durch. Auch der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg ist vor Ort. Das Bild vor Ort gleiche einer Großbaustelle. 

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Bombensuche am Westfalenpark

Auf dem Parkplatz F2 an der Buschmühle entsteht eine Dependance der Asylbewerber-Erstaufnahme in Hacheney. Bevor Arbeiter eine Zeltstadt errichten, müssen Spezialisten das Gelände nach Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen.
14.09.2015
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Das Hotel Radisson Blu erhält ab dem 1. Oktober 2015 neue Nachbarn.© Foto: Peter Bandermann
Bagger einer Spezialfirma aus Düren untersuchten den Untergrund des Parkplatzes. Dabei entdeckten sie mehrere Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Suche nach Bomben: Mit langen Bohrern arbeiten sich die Spezialisten durch das Erdreich.© Foto: Peter Bandermann
Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg haben 12 "Verdachtspunkte" erkennen lassen. Die Spezialisten müssen genau nachsehen.© Foto: Peter Bandermann
Die Bohrer hinterlassen Maulwurfshügel auf dem Gelände.© Foto: Peter Bandermann
Arbeiter auf dem Parkplatz F" an der Buschmühle in Dortmund. Hier entsteht eine Dependance der Asylbewerber-Erstaufnahme in Hacheney.© Foto: Peter Bandermann
Die Spezialisten untersuchen 12 "Verdachtspunkte". Im Erdreich könnten 5-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.© Foto: Peter Bandermann
Spezialisten sondieren den Untergund: Sie messen Abweichungen von der natürlichen Erdmagnetfeldstrahlung.© Foto: Peter Bandermann
Die Bezirksregierung Arnsberg begleitet die Arbeiten auf der Baustelle.© Foto: Peter Bandermann
Kleine Bagger setzen die Bohrer an.© Foto: Peter Bandermann
Das Ende der Untersuchungen ist nicht absehbar. Allerdings ist der Zeitdruck groß.© Foto: Peter Bandermann
Bohrer und ein Bagger auf dem Parkplatz an der Buschmühle in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Spezialisten auf der Baustelle an der Buschmühle.© Foto: Peter Bandermann
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Sollte sich der Verdacht auf Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg wirklich bestätigen, so die Stadt, würden diese zeitnah entschärft. Im Evakuierungsradius würde auch das Hotel "Radisson Blu" liegen, das an den Parkplatz grenzt. Betroffen wären auch die B54 und Teile des Westfalenparks. Bislang wurden jedoch keine Blindgänger auf dem Gelände gefunden. Wie lange die Sondierungsarbeiten dauern, ist bislang unklar.

Entlastung für Hacheney

Die neue Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (EAE) soll 900 reguläre und 100 Not-Plätze einrichten. Das Land wird die Außenstelle am Westfalenpark betreiben. Start soll schon am 1. Oktober sein. Der neue Standort ist bitter nötig: Die EAE in Hacheney ist seit Monaten chronisch überlastet und musste seit Anfang Juli schon acht Mal geschlossen werden, weil ihre 350 Plätzen hoffnungslos überfüllt waren. Das hatte zu Kritik beim Land und bei Teilen der lokalen Politik geführt.

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