Flüsterbremsen statt Lärmschutz: Anwohner müssen Schienenverkehrs-Lärm aushalten

S-Bahn

Im September und Oktober 2019 ärgerten sich Anwohner der Strecke der S2 über Güterzüge, die nachts durch das Wohngebiet ratterten. Lärmschutz-Maßnahmen soll es wohl dennoch nicht geben.

Huckarde

, 29.01.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flüsterbremsen statt Lärmschutz: Anwohner müssen Schienenverkehrs-Lärm aushalten

Der Verkehr auf der Strecke der S2 sorgt für Ärger. © Oliver Schaper

Normalerweise nutzt lediglich die S2 die Strecke durch Huckarde. Im September und Oktober 2019 wurde die Trasse jedoch aus Sicht der Anwohner deutlich überstrapaziert – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.

Das sei jedoch nur vorübergehend gewesen, wie die DB Netz AG nun mitteilt. Wegen Brückenarbeiten in Bochum seien Güterzüge zwischen dem 2. September und dem 23. Oktober 2019 auf die Strecke der S2 umgeleitet worden, heißt es. Derzeit sollte es also ruhiger entlang der Bahntrasse sein.

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Dass die DB Netz AG Güterzüge dort fahren lassen durfte, hat die Dortmunder Stadtverwaltung den Huckarder Bezirksvertretern nun schriftlich bestätigt.

Deutsche Bahn und Stadt planen keinen Lärmschutz

Bekannt wurde außerdem, dass weder die Deutsche Bahn noch die Stadt Lärmschutz-Maßnahmen entlang der Strecke plant. Eine Schallschutzwand könne die Stadt direkt an den Schienen gar nicht errichten, da ihr das Grundstück nicht gehöre, hieß es.

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Der einzige Lichtblick: sogenannte Flüsterbremsen für Güterzüge. Damit sollen bis Ende dieses Jahres alle Züge ausgerüstet werden.

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