Flughafen Dortmund: Passagiere müssen in strömendem Regen warten

rnFluggäste sauer

Es regnete in Strömen, doch die Passagiere des Kiew-Flugs kamen am Mittwoch nicht zur Passkontrolle in den Dortmund-Airport. 30 Minuten mussten sie im Freien ausharren. Ein Passagier berichtet.

Dortmund

, 06.11.2019, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hermann Knobl ist richtig sauer – und pitschnass. Über eine halbe Stunde haben er und andere Passagiere auf dem Dortmunder Flughafen im strömenden Regen gestanden.

Der 66-Jährige kennt den Dortmunder Flughafen gut, regelmäßig fliegt er nach Kiew. Die Fluglinie Wizz-Air bietet Flüge in die Ukraine an, und in der Regel klappt die Abfertigung der Passagiere ganz gut, sagt Knobl. Doch dieses Mal sei eine weitere Maschine vorab am Dortmunder Airport gelandet. Die Passagiere, die dort ausstiegen, seien noch nicht in der Passkontrolle abgefertigt gewesen, „dann kamen wir.“

Stau bei der Passkontrolle

Die Vorhalle zur Passkontrolle habe die große Zahl der Ankommenden nicht fassen können. „Zwei Drittel der Kiew-Passagiere standen vor der Halle, kamen schlichtweg nicht mehr rein“, berichtet Knobl. Doch draußen, unweit des Rollfeldes, regnete es in Strömen und die Passagiere, die eben noch gemütlich im Flugzeug saßen, standen ungeschützt im Regen. „Da waren auch kleine Kinder dabei, die haben geweint“, schildert Knobl die Situation.

Auch für die Menschen in der Halle vor der Passkontrolle dürfte die Situation unangenehm gewesen sein. Denn dort drängten sich die Passagiere dicht an dicht. Knobl: „Ich bin nicht kleinlich, aber hier muss man sich fragen, ob der Flughafen überfordert ist.“

Airport Dortmund: Wartezeit ist durchaus branchenüblich

Der Flughafen Dortmund äußerte auf Anfrage Verständnis dafür, „dass es für Fluggäste gerade im Regen unangenehm ist, draußen zu warten“, schränkte aber ein: „Eine Wartezeit von bis zu 30 Minuten an der Passkontrolle ist allerdings durchaus branchenüblich. Auch dass die Wartezeit teilweise draußen stattfindet, ist im Low-Cost-Segment nicht unüblich.“

In Dortmund gibt es keine zentrale Einreise-Halle, sondern mehrere, relativ kleine Kontrollstellen. Einen Ausbau der jeweiligen Passkontroll-Räume und den Einbau von mehr Kontrollboxen lasse „die derzeitige Infrastruktur des Flughafens nicht zu“, so der Airport.

Bundespolizei ist für Passkontrolle zuständig

Wie schnell die eigentliche Passkontrolle abgewickelt wird, kann der Flughafen nicht beeinflussen: „Die Besetzung der Kontrollboxen und die Kontrolle der Gäste obliegt allein der Bundespolizei.“ Bei normalem Betrieb sei die Anzahl der Boxen und der eingesetzten Bundespolizisten ausreichend. „Frühere oder verspätete Landung können zu einem vermehrten Passagieraufkommen führen.“

Abseits dessen achte man darauf, den regulären Flugplan zu entzerren, um die Wartezeiten an Sicherheits- und Passkontrolle zu verkürzen, schreibt der Flughafen: So habe man geschafft, zwei Landungen und zwei Abflüge aus der morgendlichen Stoßzeit auf spätere Uhrzeiten zu verlegen.

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