Mit dem Formel 1-Wagen zum Sieg gedüst: Heisenberg-Gymnasiasten auf Platz eins

rnHeisenberg-Gymnasium

Einmal einen Formel 1-Wagen steuern: Für Schüler des Heisenberg-Gymnasiums wurde dieser Traum wahr - auch wenn die Rennstrecke nur 20 Meter lang war und der Rennwagen aus dem Drucker kam.

Eving

, 15.05.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Premiere für das „Projekt Formel 1“ am Heisenberg-Gymnasium: Erstmals gingen Teams des Evinger Gymnasiums beim gleichnamigen regionalen Wettwerb ins Rennen - und siegten: Beide Teams holten sich in der Kategorie „Newcomer“ den Sieg.

Angetreten waren Teams aus den Sekundarstufen I und II. Die Jüngeren aus der Jahrgangsstufe 9 haben sich im Rahmen eines Wahlpflichtkurses an die Arbeit gemacht; die Mitschüler aus der Jahrgangstufe 12, die derzeit an ihrem Abi basteln, im Rahmen eines Projektkurses.

Es geht um mehr als nur die Entwicklung eines Rennwagens

Für alle galt: Sie sollten einen Miniatur-Rennwagen am Computer entwickeln, bauen, gestalten und anschließend ins Rennen schicken. Und nicht nur das: Zu den Aufgaben gehörten neben der Produktion auch Konstruktion, Grafikdesign, Ressourcen- und Teammanagement. Jeder im Team war für eine dieser Aufgaben zuständig.

Viel Arbeit und Energie haben sie alle reingesteckt in dieses Projekt, Gas gegeben, Freizeit geopfert und Misserfolge weggesteckt. Einschließlich Torsten Averhaus, Lehrer für Mathe und Physik am Heisenberg-Gymnasium. Und sie alle haben schließlich alle Hindernisse umkurvt und sich den Sieg geholt.

Die Formel 1-Schulmeisterschaft findet in jedem Jahr im Vorfeld eines Formel 1-Grand-Prix‘ statt. Dieses Mal wurde die Meisterschaft der kleinen Flitzer aus dem 3-D-Drucker in Hagen ausgetragen. Zurückgekehrt von dort sind die Evinger mit einem Sieg und mit vielen Anregungen. Torsten Averhaus: „Wir waren das erste Mal dabei, wir mussten uns da erst einmal reinfinden. So haben wir zum Beispiel bis zur letzten Minute gezittert, ob der Lack des Rennwagens noch rechtzeitig trocken wird.“ Das Auto wurde aus einem Kunststoffblock mit einer computergesteuerten Fräse ausgeschnitten; später sogar in einem Windkanal gestestet.

Mit ihrem Wagen waren sie alle eigentlich ganz zufrieden, auch wenn andere Teams zum Beispiel die Radkappen ihrer Wagen noch ein bisschen farbenfroher haben aussehen lassen. Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen aber vor allem von der teils professionellen Präsentation der anderen Teams.

Ohne die finanzielle Unterstützung von außen geht so ein Projekt nicht

Bei allem Engagement: Ohne die finanzielle Unterstützung der Wilo Foundation wären die Siege in der Newcomer-Klasse aber nicht möglich gewesen: Die Stiftung hat die Schule mit 10.492,32 Euro bei diesem Projekt unterstützt - zum Beispiel konnte die Schule die nötige Software, eine CNC-Fräse und einen 3-D-Drucker anschaffen. Das schafft neue Möglichkeiten für weitere Projekte. Denn die soll es auf jeden Fall geben, da hat sich Lehrer Torsten Averhaus schon festgelegt.

Das passt ins Profil des Heisenberg-Gymnasiums: Das ist eine Mint-Schule, hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Schülerinnen und Schüler besonders in den sogenannten Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu fördern. Schulleiterin Ulrike Eisenberg: „Gerade erst haben wir Gespräche mit der Stadt über die technische Ausstattung der Schule geführt. WLan ist in Sicht und es gibt iPads für die Schule. Aber: Für solche Projekte werden wir immer die finanzielle Unterstützung von außen brauchen.“

Evi Hoch und Jenny Gödecker, die für die Wilo-Stiftung den Heisenberg-Schülern gratulierten, signalisierten weitere Untersützung. Für Jenny Gödecker war der Termin ein besonderer: Sie hat vor einigen Jahren Abi am Heisenberg gemacht.

Lesen Sie jetzt