Fotos vom Hörder Phoenix-See zeigen seine unsichtbaren Seiten

Foto-Projekt

Ungewöhnliche Fotos zeigen am Phoenix-See Szenen seiner Geschichte und seiner Veränderung. Sie laden dazu ein, einen anderen Blick auf den See zu werfen - und Ungesehenes zu entdecken.

Hörde

, 30.08.2021, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bildtafeln mit ungewöhnlichen Phoenix-See-Ansichten sind rund um das Hafenbecken installiert.

Bildtafeln mit ungewöhnlichen Phoenix-See-Ansichten sind rund um das Hafenbecken installiert. © Jutta Schmidt

Wer dieser Tage um den Phoenix-See spaziert, stößt dort auf ungewohnte Ansichten. Rund um die Hafenanlage sind 20 Bildtafeln aus dem Projekt „Der Phoenix-See hat zu viele Inseln“ von Jutta Schmidt auf Laternenpfosten montiert worden.

Die Fotografin, die selbst am See lebt, fotografiert seit zehn Jahren das, was die Besucher mitunter gar nicht wahrnehmen. Sie möchte mit diesem Projekt dazu einladen, einen anderen Blick auf den Phoenix-See zu werfen.

„Der Phoenixsee hat zu viele Inseln" heißt die Bilderreihe.

„Der Phoenixsee hat zu viele Inseln" heißt die Bilderreihe. © Jutta Schmidt

Gleichzeitig fangen die Bilder auch die Veränderung des Areals und die veränderten Themen ein: Kinder, die in den frühen Baustellen spielen, Menschen in einer rätselhaften roten Rauchwolke, eine gespenstige Ansammlung von E-Scootern in der Nacht oder eine einsame Spaziergängerin auf dem Kaiserberg.

Zu einem Foto von einem Campingtisch, an welchem offenbar eine erste Zusammenkunft der zukünftigen Bauherren stattfand, hieß es in der Ansprache zur Eröffnung: „Ein Teppich, ein Campingtisch, Pfingstrosen in der Vase, Gläser mit Weißwein, im Hintergrund ein Grill – alles angeordnet auf einem brachen Grundstück. Links im Bild ein Bauwagen. Ein Arrangement, das verheißt: hier soll es mal schön werden – hier wollen wir hin.“

Wer gern mehr über die Fotos erfahren möchte, kann zu den Führungen kommen, die Jutta Schmidt anbietet. Der erste Rundgang findet am 7. September (Dienstag) um 18.30 statt, Treffpunkt ist der Vorplatz der Hörder Burg.

Unter gleichem Namen erschien auch ein Fotobuch

Unter dem Titel „Der Phoenix-See hat zu viele Inseln“ ist auch ein Fotobuch erschienen (Verlag Kettler), erhältlich in der Buchhandlung Transfer oder direkt beim Verlag.

Unter anderem hier ist der Film entstanden, der zum Filmabend "Hörde mon amour" gezeigt wird.

Unter anderem hier ist der Film entstanden, der zum Filmabend „Hörde mon amour" gezeigt wird. © Tabea Sieben

Im Rahmen der Fotoausstellung läuft am Donnerstag (2.9.) ab 20.30 Uhr der Hörfilm „Hörde mon amour“ von Judith Kuckart in einem Open-Air-Kinoabend am Kulturladen, Alfred-Trappen-Straße 17 in Hörde.

Dieser Film ist ein besonderes Projekt der Schriftstellerin, Regisseurin und Choreografin Judith Kuckart, die ihre ersten 14 Lebensjahre in Hörde verbracht hat. Sie kehrte als Dortmunder Stadtschreiberin 2020 für einige Wochen nach Hörde zurück und entwickelte Corona-bedingt aus der ursprünglichen Idee eines partizipativen Erzähltheaters diesen Film.

Sie begleitet darin ausgewählte Hörderinnen und Hörder mit der Kamera. Das Filmmaterial verknüpft sie mit ihren Dortmund-Texten. Nach der Filmaufführung können Zuschauer mit Mitwirkenden noch miteinander ins Gespräch kommen.

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