Frau nach "Pinkel-Pause" bewusstlos geprügelt

Nach Konzert im Dietrich-Keuning-Haus

Eine junge Frau geht nach einem Konzert in Dortmund kurz „in die „Büsche“. Danach wird sie angepöbelt und bewusstlos geprügelt. Einer der Täter soll sogar Krankenpfleger sein. Der aber bestreitet die Tat.

DORTMUND

10.08.2017, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frau nach "Pinkel-Pause" bewusstlos geprügelt

Der Angeklagte (rechts), verbirgt mit einer Mappe sein Gesicht. Daneben sitzt Verteidigerin Ina Klimpke.

Es ist bereits der zweite Prozess um die unfassbare Gewalttat. Es war der Abend des 26. März 2016. Die heute 29-jährige Frau war mit zwei Bekannten auf einem Konzert im Dietrich-Keuning-Haus. Sie waren extra aus dem Münsterland angereist.

Auf dem Weg zum Bahnhof erlebten sie dann jedoch einen echten Albtraum. Und offenbar nur, weil die Frau noch mal „austreten“ musste und kurz in den Büschen verschwunden war. „Ich wurde angepöbelt und aufs Übelste beleidigt“, sagte sie den Richtern. Dann hätten sich die Ereignisse dann auch schon überschlagen.

Frau wurde zweimal angegriffen

Zweimal wurde sie angegriffen – zweimal wurde sie bewusstlos. Einem ihrer Begleiter wurde sogar gegen den Kopf getreten, verlor ebenfalls das Bewusstsein. Der 29-Jährigen waren außerdem ganze Büschel ihrer langen blonden Haare ausgerissen worden.

Nur einer der mutmaßlichen Täter hatte damals gefasst werden können. In einem ersten Prozess am Dortmunder Amtsgericht war der 26-Jährige zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen wehrt er sich nun in der Berufungsverhandlung am Landgericht. Er behauptet, nur deshalb in die Schlägerei geraten zu sein, weil er schlichten wollte. „Ich würde nie jemanden angreifen oder vor den Kopf treten“, sagte der Krankenpfleger den Richtern. „Sonst hätte ich doch komplett den falschen Beruf gewählt.“

Freispruch oder Gefängnis? Noch ist das endgültige Urteil nicht gefallen.

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