Freibad-Chaos ist für Anwohner Aufreger Nummer eins - alle gegen den Bezirksbürgermeister

rnFreibad Hardenberg

Bei der Versammlung (25.7.) der Siedlergemeinschaft Deusen war das Freibad Hardenberg erneut Thema. Für die Anwohner gibt es nur zwei richtige Lösungen - eine kurz- und eine langfristige.

Deusen

, 29.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist das Hauptthema in Deusen: die Situation rund um das Freibad Hardenberg. Am Donnerstag (25.7.) diskutierte deshalb auch die Siedlergemeinschaft Deusen bei ihrer monatlichen öffentlichen Versammlung erneut über das Thema. Trotz abendlicher Temperaturen von über 30 Grad kamen sehr viele besorgte Anwohner, berichtet der Vorsitzende Reiner Schramowski.

Heftig diskutiert wurde die von Bezirksbürgermeister Harald Hudy veranlasste Absperrung. Niemand halte diese für sinnvoll, sondern empfinde sie als Schildbürgerstreich von Leuten, die „keine Ahnung von dem Geschehen in Deusen haben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die erste Absperrung hat nichts genützt

Am Mittwoch (24.7.) wurde die Absperrung zum ersten Mal aufgestellt. Ein Schwimmmeister stand an der Absperrung und teilte den Autofahrern mit, dass der Parkplatz voll sei, aber er sie nicht daran hindern werde, wenn sie trotzdem weiterfahren möchten, so die Siedlergemeinschaft. Die meisten seien ohne zu fragen durchgefahren und „die ganz wenigen, die dann versuchten zu wenden, sorgten für ein Verkehrschaos, wo manche viel Glück hatten, dass es nicht zu Unfällen kam“.

Am Donnerstag stand die Absperrung in der Mittagszeit wieder - diesmal ohne Schwimmmeister. Die Autofahrer fuhren also wie in der Vergangenheit zum überfüllten Parkplatz und wieder zurück. Am Donnerstag seien zudem keine Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder der Polizei vor Ort gewesen, berichtet die Siedlergemeinschaft. Fahrzeuge parkten erneut in Verbotszonen und auf Gehwegen.

Einbahnstraße ist der Favorit

Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich für eine Einbahnstraßen-Regelung zwischen Bad-, Garben- und Stiegenweg aus. Der Stiegenweg hat an der engsten Stelle eine nutzbare Fahrbahnbreite von circa 3,80 Meter, wobei auf einer Seite noch geparkt wird. Diese ließe sich laut der Siedlergemeinschaft schnell umsetzen und würde für einen geregelten Verkehrsverlauf sorgen. Möglicherweise funktioniere es auch für einen gewissen Zeitraum mit Klappschildern.

Als langfristige Lösung sprachen sich alle Anwesenden für einen Parkplatz hinter den Bahngleisen aus. Die Mehrheit vertrat die Meinung, dass dieser neue Parkplatz so groß sein sollte, dass bei Fertigstellung, der alte Parkplatz am Freibad für immer geschlossen werden kann. Mit diesen Maßnahmen würde das Leben für die Anwohner während der Badesaison wieder erträglich werden. Niemand auf der Versammlung stellte das Freibad in Frage, betonte Reiner Schramowski. „Das Freibad gehört zu Deusen und so soll es auch bleiben.“ Zur Diskussion stehen nur die Verkehrssituation und „das Versagen der Politiker und der Verwaltung“.

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