Freibad-Chaos: Nach Krisengespräch sollen diese kurzfristigen Lösungen kommen

rnFreibad Hardenberg

Das Verkehrs-Chaos rund um das Freibad in Deusen ist nicht neu. Seit Jahren fordern Anwohner und Politik Lösungen. Die sollen nun kurzfristig her. Ein Krisengespräch brachte Ergebnisse.

Deusen

, 02.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Krisengespräch zum Freibad-Chaos in Deusen: Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD) hat am Dienstagmittag (2. Juli) um 12 Uhr zu einem Krisengespräch gebeten. Polizei, Verkehrswacht, DSW21, Badbetreiber und Vertreter der Stadtverwaltung saßen mit Hudy und Verwaltungsstellenleiter Frank Führer an einem Tisch.

Ergebnis: Es gibt kurzfristige Lösungsansätze, erklärte Hudy im Gespräch mit dieser Redaktion. Die sollen nun bis zum Donnerstag kommender Woche (11. Juli) auf ihre Machbarkeit geprüft werden.

Vier Lösungen, um dem Chaos Herr zu werden

Der wohl wichtigste Punkt: Ist der Parkplatz des Deusener Freibads voll, sollen Bad- und Stiegenweg für den Verkehr gesperrt werden. Nur die gebeutelten Anwohner dürfen dann in die Siedlung fahren.

Die Verwaltung prüft ferner, ob der Antrag der Bezirksvertretung, Flächen am Kanal nördlich der Eisenbahnlinie als Parkraum zu nutzen, umsetzbar ist. Die Stadt habe diese Flächen gekauft, erklärt Hudy – „für welchen Zweck, weiß ich nicht.“

Freibad-Chaos: Nach Krisengespräch sollen diese kurzfristigen Lösungen kommen

Über den Bürgersteig und gegen den fließenden Verkehr suchen die Fahrer einen Parkplatz. © Uwe von Schirp

Die Verkehrsplaner prüfen, ob kurzfristig eine Einbahnstraßenregelung auf dem Badweg eingerichtet werden kann.

Die Sportwelt als Betreiber des Freibads Hardenberg prüft, ob die Badezeit von 19 auf 20 Uhr verlängert wird. Damit soll der abfließende Fußgänger-, Auto- und öffentliche Nahverkehr am Abend entzerrt werden.

Besucher sollen mit dem Fahrrad ins Freibad fahren

Harald Hudy zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden. „Jetzt ist das Problem so akut, dass sich alle damit beschäftigen“, erklärt er. „Wir werden eine vernünftige Lösung finden.“ Die Fraktionen der Bezirksvertretung und die Anwohner will er über die Ergebnisse des Krisengesprächs informieren. „Heute wollte ich keine politische Diskussion, sondern Lösungen.“

Derweil appelliert der Bezirksbürgermeister, alternative Verkehrsmöglichkeiten zum Freibad Deusen zu nutzen. „Ich bin früher auch mit dem Fahrrad dorthin gefahren.“ Als das Verkehrschaos Ende Juni am größten war, waren viele Fahrradsstellplätze am Eingang des Bades frei, beobachteten unsere Reporter.

Und Hudy setzt auf die Vernunft: „Ich hoffe, dass Leute, die einmal abgeschleppt wurden, es nicht noch einmal provozieren.“

Die Probleme in Deusen sind nicht neu. „Durch die heißen Sommer ist es immer ein bisschen schlimmer geworden“, sagt Harald Hudy. In der vergangenen Woche erreichten die Probleme einen neuen Höhepunkt, als 250 zumeist junge Leute versuchten, einen Linienbus zu stürmen. Es war der Tropfen, der das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen brachte. Und nur ein Aspekt. Der andere: eben das seit Jahren fortwährende Parkchaos.

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