Freisprüche für zwei Dortmunder Neonazis rechtskräftig

1.-Mai-Prozess

Die Staatsanwaltschaft hat ihren Einspruch gegen die Freisprüche für zwei Neonazis im sogenannten 1.-Mai-Prozess zurückgezogen. Den Beiden war vorgeworfen worden, im Jahr 2009 einen Nazi-Überfall auf eine Gewerkschaftskundgebung organisiert zu haben.

DORTMUND

von Von Ruhr Nachrichten

, 09.08.2012, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach dem Angriff auf die DGB-Kundgebung gab es über 400 Ermiittlungsverfahren.

Nach dem Angriff auf die DGB-Kundgebung gab es über 400 Ermiittlungsverfahren.

Außerdem hätten die Aktivitäten desjenigen Angeklagten, der mit einer Fahne hantierend Nachzüglern den Weg gewiesen hatte, so weit abgesetzt von dem gewalttätigen Mob stattgefunden, "dass sich die Gewalttäter dadurch nicht zwingend unterstützt gesehen haben müssen."Der bloße Versuch einer psychischen Beihilfe, die bloße Sympathie der Angeklagten für die Straftäter oder das Mitlaufen in einer gewalttätigen Menschenmenge seien nicht strafbar. Die beiden Angeklagten seien selbst nicht gewalttätig geworden.

Erst im Juni 2012 waren die beiden Neonazis von dem Vorwurf freigesprochen worden, den Angriff auf die Gewerschaftsveranstaltung organisiert und angeführt zu haben. Damals hatten mehrere hundert Neonazis eine Versammlung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) angegriffen.

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