Freund in Dortmund erstochen - Lüner soll sechs Jahre in Haft

Prozess am Schwurgericht

Es war eine Mischung aus verschmähter Liebe und blinder Wut: Im August hat ein Mann aus Horstmar in Dortmund einen Freund erstochen. Dafür soll er nun sechs Jahre in Haft - seit seiner Jugend habe er ein heftiges Gewaltproblem. Eine Tötungsabsicht sieht die Staatsanwaltschaft aber nicht.

LÜNEN/DORTMUND

26.02.2015, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Foto zeigt den Angeklagten im Gerichtssaal. Der 29-Jährige soll einen Mann erstochen haben.

Das Foto zeigt den Angeklagten im Gerichtssaal. Der 29-Jährige soll einen Mann erstochen haben.

Der Antrag der Staatsanwältin lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Eine Tötungsabsicht wollte die Anklägerin dem 29-Jährigen vor dem Dortmunder Schwurgericht nicht unterstellen. Der Angeklagte hat seit seiner Jugend ein Gewaltproblem. Immer wieder hat er grundlos um sich geschlagen.

Selbst ein erst 13-jähriger Junge gehörte schon zu seinen Opfern. Ihm hatte er völlig unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Andere Personen griff er mit einer Bierflasche an oder traktierte sie mit einem Schlagring. Im Vorstrafenregister des 29-Jährigen gibt es bereits zwölf Einträge. „Es macht den Eindruck, als schlagen Sie einfach um sich – egal, ob einer was gemacht hat“, sagte Richter Meyer am Donnerstag.

Das Urteil soll am 3. März gesprochen werden.

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