Freundliche Atmosphäre ist der Trumpf beim Martinsmarkt in Lanstrop

rnMartinsmarkt in Lanstrop

Hohe Auflagen durch die Stadt, aber eine Veranstaltung, die die Mühen lohnt - das ist der Martinsmarkt in Lanstrop. Wir haben mit einem der Organisatoren gesprochen.

Lanstrop

, 01.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der dreitägige Martinsmarkt der St.-Michael-Gemeinde - in diesem Jahr vom 8. bis 10. November - ist eine der Veranstaltungen im Jahr, auf die sich Lanstroper (und nicht nur die) schon lange vorher freuen. Wir haben darüber mit einem der Organisatoren, Franz-Josef Nienhaus (65), gesprochen.

Hallo Herr Nienhaus, der Markt findet seit dem Jahr 2001 regelmäßig statt. Können Sie sich noch an die Anfänge erinnern?

Ja, nachdem wir 2001 angefangen sind, haben wir zwei Jahre später sogar unsere eigenen Hütten gebaut. Elf Stück. Später sind drei weitere hinzugekommen. Auch die Mitglieder der Evangelischen Gemeinde haben damals dabei mitgemacht. Die Anleitung hatten wir vom Lanstroper Zimmermann Paul Koch. Anfangs bestand unser Organisationsteam aus drei Leuten, heute sind es neun.

Für unsere Leser, die den Markt noch nicht kennen: Was macht ihn aus?

Die freundliche Atmosphäre. Das heben auch immer wieder auswärtige Besucher hervor, die zum Teil sogar aus dem Sauerland kommen. Das liegt vermutlich daran, dass fast alle Stände von Ehrenamtlichen betrieben werden, die einfach Spaß an der Sache haben.

Freundliche Atmosphäre ist der Trumpf beim Martinsmarkt in Lanstrop

So wie auf diesem Archivbild sieht‘s beim Martinsmarkt in Lanstrop aus. © Foto: Gemeinde


Was ist in diesem Jahr der Höhepunkt?

Natürlich der große Martinsumzug durch die Straßen Lanstrops am Samstag (9.11.), 18 Uhr. Begleitet wird er von der „Blasmusik Preußen“. Aber auch sonst bieten wir an allen drei Tagen ein Musikprogramm.

Jetzt lesen

Was bieten die einzelnen Stände?

Alles Mögliche. Marmelade, Brezel, Liköre, Glühwein, selbstgebastelte Dinge und vieles mehr.

Viele Organisatoren von ähnlichen Veranstaltungen klagen darüber, dass die Auflagen immer höher werden. Haben Sie damit auch zu tun?

Ja, allerdings, es ist im Vorfeld ein ungeheurer Papierkrieg. Und für den Sonntag muss man einen Extra-Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg stellen. Auch wird ja die Steinhofstraße vor der Kirche gesperrt, um mehr Platz zu haben. Auch das musste extra beantragt werden. Und bei allem haben wir weiter die Verantwortung, nicht die Stadt. Man hat richtig Angst, dass mal was passiert. Nächstes Jahr wird es noch schlimmer, weil wir dann auch die Umsatzsteuer ausweisen müssen - und das obwohl wir doch den gesamten Erlös einem guten Zweck zukommen lassen.

Welchem?

Die Hälfte geht an die Jugendarbeit in Lanstrop, die andere Hälfte an Eine-Welt-Projekte.


Haben Sie genug Ehrenamtliche in der Gemeinde, die das alles stemmen?

Ja, das geht noch. Am schwierigsten ist es beim Abbau am Montagmorgen, weil da natürlich alle arbeiten müssen und nur die Rentner Zeit haben.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt