Frieden ist ein Geschenk

Im Westen Mit der Erinnerung an geschichtliche Ereignisse Grundgesetz, Mauerfall und 2. Weltkrieg eröffnete Heimatvereins-Vorsitzender Paul Gausepohl die Volkstrauertags-Gedenksunde am Mahnmal in Mengede.

20.11.2009, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er strich u. a. das Interesse vieler Enkel an den Schicksalen ihrer Eltern und Großeltern, die sie oft nicht gekannt haben, heraus. Der Volkstrauertag, der in Mengede seit 1952 von den Bürgerschützen und inzwischen gemeinsam mit dem Heimatverein begangen wird, erinnere "uns Jahr für Jahr daran, dass Frieden und Versöhnung ein Geschenk und nicht selbstverständlich sind."

Ohne Falschheit

Pfarrer Hubert Werning von der katholischen Gemeinde Mengede betonte: "Frieden ist ein wesentliches Merkmal echt christlicher Beziehungen, Beziehungen einer aufrichtigen Liebe ohne Falschheit, ohne irgendeine Form von versteckter Gewalt oder Rivalität, Konkurrenzdenken oder Ichbezogenheit." Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier vom Bläserchor der evangelischen Noah-Gemeinde Mengede.

Auf eine nach dem 2. Weltkrieg in seinem Heimatort Gerlingen (Olfen) errichtete Dank-Kapelle bezog sich Pfarrer Ulli Stahl (katholische Gemeinde Nette) am Mahnmal in Bodelschwingh. Der früher auch in Dortmund tätige Pastor Josef Bartholdus hatte sie nach einem Gelübde an den heiligen Antonius errichten lassen, weil der Ort bei einem Bombenangriff verschont worden war. Weiter zitierte Stahl ein Gedicht, in dem die Menschen zum Brückenbauen aufgerufen werden. Es gelte, "den Pfeiler des Hasses durch den Pfeiler der Liebe zu ersetzen."

Bedauern

Die Feier, die von Sängern des MGV Frohsinn und der Sangesfreunde Westhausen umrahmt wurde, stand unter dem Motto "20 Minuten für den Frieden".

Ausrichter war erstmals die Gruppe Bodelschwingh-Westerfilde des Heimatvereins Mengede. In seiner Begrüßungsansprache bedauerte Heimatvereins-Geschäftsführer Gerd Obermeit ebenso wie Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar, der auf beiden Veranstaltungen sprach, dass durch den Einsatz deutscher Soldaten in Krisengebieten "wieder Eltern damit klar kommen müssen, dass sie ihre Kinder vielleicht für immer verlieren." K. Bohnmann

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