Abgeriegelte Halde wird für besonderen Gottesdienst geöffnet

Bunt statt braun

Vier Religionsvertreter setzten ein Zeichen für mehr Toleranz. Dafür wurden sie mit den Gästen an einen Ort gelassen, den sonst niemand betreten darf.

Brackel

08.09.2021, 21:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das "Friedensgebet der Religionen" fand auf der Halde Schleswig statt.

Das "Friedensgebet der Religionen" fand auf der Halde Schleswig statt. Von links: Diakon Magdy Keriakos, Renate Karaoglan, Pfarrer Ludger Keite, Pfarrer Sandra Sternke-Menne © Keite

Unter freiem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag (5. September) das siebte Friedensgebet der Religionen statt. Als einzigartigen Ort wurde dazu die Bergkuppe der Halde „Schleswig“ bei Dortmund Asseln gewählt. Hier hat man auf dem Gipfel einen spektakulären 360 Grad Rundumblick auf alle Ortsteile im Dortmunder Osten. Dafür gab es eine Ausnahmegenehmigung vom Eigentümer Thyssen Krupp - normalerweise ist die Halde hermetisch abgesichert.

Auch zum Friedensgebet wurde die Halde gesichert, eine Securityfirma war vor Ort. Der Gottesdienst mit 200 Teilnehmenden fand in der Reihe „Bunt statt braun“ statt, um in der Öffentlichkeit ein Zeichen für Toleranz, Respekt, Vielfalt und Menschenwürde in ganz Dortmund zu setzen.

Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen

An dem Gottesdienst nahmen neben der Katholischen Konfession, vertreten durch Pfarrer Ludger Keite und der Evangelischen Konfession vertreten durch Pfarrerin Sandra Sternke-Menne, Renate Karaoglan als Vertreterin des Islam und Diakon Magdy Keriakos von dem Koptischen Patriarchat teil.

Allen Religionen war die Botschaft wichtig: Es gibt keinen Frieden unter den Nationen ohne den Frieden unter den Religionen. Als sichtbares Zeichen und Friedenssymbol wurden Jutesäckchen mit einer Blumenzwiebel verschenkt. Ihre bunte Blütenpracht wird im Frühjahr an das Motto erinnern: Bunt statt braun.

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Dortmund am Abend

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