Friedensgebet der Religionen findet statt - trotz Corona-Pandemie

rnÖkumene in Brackel

Dieses Jahr ist vieles anders: So auch das Friedensgebet der Religionen, zu dem jedes Jahr Anfang September eingeladen wird. Stattfinden wird es - allerdings digital.

Brackel

, 07.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wegen der Corona-Pandemie finden es die Veranstalter des Friedensgebets der Religionen - sechs große Religionsgemeinschaften und das Stadtbezirksmarketing - zu unsicher, die Veranstaltung wie üblich auf der Halde Schleswig in Asseln stattfinden zu lassen.

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Gleichzeitig wollten sie es aber auch nicht ausfallen lassen, da es mittlerweile eine schöne Tradition sei, wie die evangelische Pfarrerin Sandra Sternke-Menne erklärt. Daher wollen sie es in digitaler Form durchführen.

Sechs Glaubensrichtungen sind beteiligt

„Wir fanden es zu riskant, mit bis zu 300 Menschen auf die Halde zu gehen“, erklärt der katholische Pfarrer Ludger Keite. Stattdessen soll ein Film zum Friedensgebet entstehen, erklärt Sandra-Sternke-Menne.

Auch Diakon Filmon Hagos von der Eritreisch-Orthodoxen Heiland-der-Welt-Gemeinde, die islamische Theologin Naciye Kamcili-Yildiz, Diakon Magdy Keriakos vom koptisch-orthodoxen Patriarchat St. Marien & Mercuriuos sowie Rabbi Baruch Babaev von der Jüdischen Kultusgemeinde werden sich an dem Projekt beteiligen.

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„Ludger Keite, Dietmar Kraushaar, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Brackel, und ich hatten in einer Videokonferenz darüber gesprochen, dass es grade in der aktuellen Situation, in der Vieles in Frage gestellt wird, wichtig ist, ein Zeichen zu setzen“, beschreibt Sandra Sternke-Menne. „Die Frage war: Wie kann man das während der Corona-Pandemie realisieren? Guten Gewissens auf die Halde einladen können wir nicht.“ Schnell entstand dann die Idee, einen Film zu erstellen.

Gemeinsam auf der Halde

„Jeder von uns wird ungefähr eine Minute lang in seinem Gotteshaus sprechen“, beschreibt Ludger Keite. „Es wird ein Gebet sein oder etwas zum Thema Gemeinschaft und was es für einen bedeutet“, ergänzt Sandra Sternke-Menne. Bei den Aufnahmen wollen sie sich professionelle Hilfe beim Filmklub Dortmund holen.

Zum Abschluss werden alle sechs Glaubensvertreter auf der Halde zu sehen sein, erklärt Ludger Keite. Dafür muss noch ein gemeinsamer Termin Anfang September gefunden werden, wie Sandra Sternke-Menne erläutert. Alle Glaubensvertreter und Dietmar Kraushaar wollen sich dann auf der Halde Schleswig treffen. „Wir wollen ein sichtbares Zeichen setzen“, beschreibt die Pfarrerin ihre Idee. „Man kann auch mit Abstand für den Frieden beten.“

Film soll auch online zu sehen sein

Der Film soll dann in den jeweiligen Gemeinden gezeigt werden. Der jeweilige Termin soll zeitnah zum Friedensgebet liegen, das Anfang September angedacht war. „Es soll nicht ausfallen, sondern auf anderen Füßen stehen“, fasst Sandra Sternke-Menne die Idee zusammen. Auch online soll es zu sehen sein, etwa auf der Homepage der Stadt oder der Gemeinden.

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