Friedhofs-Toilette: Wer will, bekommt einen eigenen Schlüssel

rnFriedhof Bövinghausen

Die Toilette auf dem Friedhof Bövinghausen ist außer bei Beerdigungen immer abgeschlossen. Aber nicht für jeden. Wie man in die Toilette reinkommt, wissen aber nur wenige Besucher.

Bövinghausen

, 11.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Toiletten-Anlage auf dem Friedhof Bövinghausen war früher ganztägig zugänglich“, antwortet Stadtsprecher Christian Schön auf eine Anfrage dieser Redaktion.

„Es kam aber immer wieder zu Vandalismus-Schäden, so dass die Toilette über längere Zeiträume gar nicht zu benutzen war. Mittlerweile wird sie nur noch zu Trauerfeierlichkeiten geöffnet.“

Das finden viele Menschen in Bövinghausen alles andere als prickelnd: „Der Friedhof ist für viele auch ein Naherholungs-Gebiet und ein Treffpunkt“, meint Inge Nieswand (80). Doch weil man die Toiletten nicht nutzen kann, können viele Besucher nicht so lange bleiben, wie sie gerne würden, bemängelt die Bövinghausenerin.

Jeder, der fragt, bekommen einen Schlüssel

Was viele nicht wissen: Die Stadt Dortmund ermöglicht durchaus jedem Besucher die Nutzung der Toilette – auch, wenn keine Beerdigung ist. Es ist nur ein wenig kompliziert. „Für Bövinghausen wurde eine Sonderregelung eingerichtet“, sagt Christian Schön. Regelmäßige Besucher können einen eigenen Toiletten-Schlüssel bekommen.

Und das geht so: Man vereinbart unter Tel. (0231) 634419 einen Termin im Friedhofsbüro Lütgendortmund, Keplerstraße 33. Dort unterschreibt man ein Übergabe-Protokoll und erhält einen Schlüssel für die Friedhofstoilette.

Der Schlüssel ist nicht übertragbar, nur der Unterzeichner darf ihn benutzen.

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