Friedhofsgärtner kämpft um seinen Job

Arbeitsgericht Dortmund

DORTMUND Es klingt nach einem handfesten Skandal: Vor dem Dortmunder Arbeitsgericht sind am Dienstag mögliche Unregelmäßigkeiten in der städtischen Friedhofsverwaltung bekannt geworden.

von Von Jörn Hartwich

, 08.12.2009, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch dort kamen die teuren Pflanzen nie an. Wie es vor dem Arbeitsgericht hieß, wurden sie auf ein Privatauto verladen und waren für immer verschwunden. Als einige der Kollegen daraufhin Fragen stellten, soll ihnen der nun entlassene Friedhofsgartenmeister sogar 500 Euro gezahlt haben – als eine Art Schweigegeld. Der Mann selbst hat die Vorwürfe allerdings bestritten. Sein Anwalt sprach im Prozess von einer Intrige der Mitarbeiter und forderte die Rücknahme der fristlosen Kündigung. Gleichzeitig machte er eindeutige Andeutungen, dass die Rhododendronbüsche möglicherweise bei einem städtischen "Schwergewicht" gelandet sind. Wörtlich sagte der Anwalt im Prozess: „Ich kann sagen, wer die Rhododendronbüsche abgenommen hat. Ich dachte, die Stadt macht deshalb keinen Wind um die Sache.“

Diese Worte machten im Prozess vor der 7. Kammer zumindest so viel Eindruck, dass die Vertreter der Stadt nach kurzer Beratung nicht mehr auf einer Fortsetzung des Prozesses bestanden. Daraufhin wurde das Verfahren ausgesetzt – Stadt und Friedhofsgärtner wollen sich nun außergerichtlich einigen.

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