Friedhofsverwaltung: Plan für BVB-Fan-Friedhof liegt vor

DORTMUND Es ist kein Scherz: In die Idee, ein Grabfeld für Fußball-Fans (nicht nur vom BVB) einzurichten, kommt Leben. Ein entsprechender Entwurf hängt im Büro der Friedhöfe Dortmund sogar schon an der Wand.

von Von Steffi Tenhaven

, 07.11.2008, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Nach dem Abpfiff“ ist der griffige Arbeitstitel, unter dem sich die Friedhofsverwaltung bereits zur Fußball-WM 2006 Gedanken zur letzten Ruhestätte für Fußballanhänger gemacht hat. Das bestätigt Ulrich Heynen (52), Geschäftsleiter Technik der Friedhöfe Dortmund. „Angedacht war eine Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Hauptfriedhof, die optisch einem Stadion nachempfunden ist.“ Ein rund 25x35 Meter großes Feld, das auf der Rasenfläche 60 Reihengräbern für die Erdbestattung Platz bietet und eine zentrale Kreisfläche für die Beisetzung von etwa 80 Urnen. Für die Fußball-Optik würden schwarze Platten mit weißem Kies kombiniert. „Vier Bäume flankieren das Grabfeld wie Flutlichtmasten“, skizziert Ulrich Heynen. Der Clou des Konzepts ist sicherlich eine Tribüne mit „Bande“. „Anstelle von Grabsteinen könnten dort die Namen der Verstorbenen stehen.“ Sogar an stilechte Sitzgelegenheiten haben die Planer gedacht. „Damals wollten wir die ausrangierten Sitzschalen aus dem Westfalenstadion hierfür verwenden.“Doch das Konzept für das originelle Grabfeld, das am Talweg angesiedelt und bestens vom Flugzeug aus zu sehen wäre, wanderte in die Schublade. „Es gab Bedenken, ob das bei den Bürgern ankommt.“ Jetzt, nachdem Friedhofsgärtner Martin Struck und unsere Redaktion ihr den Ball zugespielt haben, will die Friedhofsverwaltung neu denken. „Wir sind bereit und willens, diese Idee umzusetzen“, sagt Ulrich Heynen. „Allerdings sollte die Grabanlage allen Fußball-Fans zur Verfügung stehen, nicht nur BVB-Anhängern. Bei uns gibt es schließlich auch interkonfessionelle Beerdigungen.“

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