Friedlicher Protest gegen "Pro NRW"-Veranstaltung

Nordstadt

Eine Kundgebung der rechtsextremen Partei „Pro NRW“ ist am Donnerstag in der Nordstadt im Lärm der Gegendemonstranten untergegangen. Das bürgerliche Lager protestierte friedlich - und effektiv.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 03.05.2012, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedlicher Protest gegen "Pro NRW"-Veranstaltung

Friedlicher Protest gegen "Pro NRW".

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Lärm-Attacken gegen Rassismus durch "Pro NRW"

Mit Lärm-Attacken haben rund 200 Demonstranten in der Dortmunder Nordstadt friedlich gegen einen Wahlkampfstand der rechtsextremen Partei "Pro NRW" protestiert. Gegen Hupen, Trillerpfeifen und Lautsprecher konnten die 12 Aktivisten der Partei nicht ankommen.
03.05.2012
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Die Polizei wünscht sich vielfältigen und friedlichen Protest gegen die Rechtsextremisten, der in Sicht- und Hörweite möglich sein soll.© Foto: Peter Bandermann
Mit Lärm-Attacken verhinderten Demonstranten, dass die Parolen von "Pro NRW" durchdringen konnten.© Foto: Peter Bandermann
Vor dieser Moschee wollte "Pro NRW" demonstrieren. Doch die rechtsextreme partei musste Abstand halten.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Direkt über dem Wahlkampfstand der rechtsextremen Partei "Pro NRW" zeigten Anwohner ihre Flaggen, um die Vieltfalt der Nationen in der Nordstadt zu dokumentieren.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgen das Geschehen vor ihrer Haustür.© Foto: Peter Bandermann
Eine Fahne gegen nationale Einfalt: Diese Nordstädterinnen zeigen die bosnische Flagge.© Foto: Peter Bandermann
Passanten führte die Polizei an den Absperrungen vorbei.© Foto: Peter Bandermann
Auch der frühere DGB-Vorsitzende Eberhard Weber (Miitte) demonstrierte gegen Rassismus.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße gegen "Pro NRW".© Foto: Peter Bandermann
Die Nordstraße war von 14 bis 16 Uhr gesperrt.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei hatte sich auch auf Gewalttaten vorbereitet, da es in Solingen zu Auseinandersetzungen mit religionsfanatischen Salafisten gekommen war.© Foto: Peter Bandermann
Protest in der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Der Protest gegen den Rassismus kam von allen Seiten: Lächelnd hält dieser Demonstrant einen Lautsprecher mit Nebengeräuschen in die Höhe, um die "Pro NRW"-Reden zu stören.© Foto: Peter Bandermann
Demonstrativ geht Ahmad Aweimer vom Rat der Muslime in Dortmund am Wahlkampfstand von "Pro NRW" vorbei.© Foto: Peter Bandermann
Die Kreuzung Kielstraße / Nordstraße: Unten der Wahlkampfstand von "Pro NRW". Oben rechts demonstrieren Nordstädter in der Kielstraße. Oben links sind Demonstranten zu erkennen, die dem Aufruf von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien gefolgt waren.© Foto: Peter Bandermann
"Freiheit statt Islam", lautete die Parole von "Pro NRW" in der Nordstadt. Die Polizei musste die Kreuzung Kielstraße / Nordstraße sperren.© Foto: Peter Bandermann
Der Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, Ahmad Aweimer, auf der Kreuzung Kielstraße / Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Demonstranten auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Azemina Halilovic (links) und Emina Makaljevic stammen aus Bosnien. Beide fühlten sich von Pro NRW ausgegrenzt und beleidigt. Ihr Wohnzimmer-Fenster lag direkt über der Kundegebung der Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.© Foto: Peter Bandermann
Der Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, Ahmad Aweimer, war Redner auf der Protest-Kundgebung.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen "Pro NRW" auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße: Vor der Moschee dort wollte "Pro NRW" demonstrieren. Die Mitglieder mussten rund 60 Meter Abstand wahren.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgten das Geschehen aus ihren Fenstern - und sagten auch ihre Meinung.© Foto: Peter Bandermann
Protest in der Dortmunder Nordstadt gegen "Pro NRW".© Foto: Peter Bandermann
Lautstark erklärt auch dieser junge Mann, was er von Rechtsextremismus hält.© Foto: Peter Bandermann
Ein Aktivist von Pro NRW schwenkt die Deutschland-Fahne.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgten das Geschehen aus ihren Fenstern.© Foto: Peter Bandermann
Die Kirchen in Dortmund hatten zum Protest aufgerufen - die Teilnehmer kamen auch aus den Vororten in die Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Auf den Schultern ihres Papas verfolgt dieses Mädchen das Geschehen in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die zehnjährige Sedef aus der Grundschule Kleine Kielstraße auf ihrer ersten Demonstration in Dortmund: Mutig hielt auch sie ein Schild hoch.© Foto: Peter Bandermann
Mit Schildern und Lautsprechern brachten die Demonstranten ihre Position gegen Rechtsextremismus zum Ausdruck.© Foto: Peter Bandermann
Die Kielstraße und die Nordstraße waren zwischen 14 und 16 Uhr gesperrt. Passanten wurden von der Polizei durchgelassen.© Foto: Peter Bandermann
Auch Muslime waren auf die Straße gegangen, um für die Religionsfreiheit zu demonstrieren.© Foto: Peter Bandermann
"Dortmund hat keinen Platz gegen Rechtsextremismus": Mit solchen Schildern zeigten Gegendemonstranten, was sie von "Pro NRW" halten.© Foto: Peter Bandermann
Zwölf Mitglieder der Partei "Pro NRW" waren nach Dortmund gekommen. Sie verschwanden hinter einer Polizeisperre.© Foto: Peter Bandermann
Die rechtsextreme Partei "Pro NRW" bekam bei einer Kundgebung in Dortmund viel Gegenwehr zu Gesicht.© Foto: Peter Bandermann

Ihr friedliches Leben in der Nordstadt wurde für zwei Stunden unterbrochen, weil die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei mit dem Wahlkampf-Titel „Freiheit statt Islam“ einen Stand aufgebaut hatte. Zwölf Aktivisten der Partei standen etwa 60 Meter von einer Moschee entfernt hinter einer Polizeisperre. Etwa 200 Dortmunder blockierten die in weiten Teilen diskriminierenden Aussagen der „Pro NRW“-Redner – mit akustischen Störsignalen, die von Megaphonen, Trillerpfeifen und Hupen ausgingen.

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Lärm-Attacken gegen Rassismus durch "Pro NRW"

Mit Lärm-Attacken haben rund 200 Demonstranten in der Dortmunder Nordstadt friedlich gegen einen Wahlkampfstand der rechtsextremen Partei "Pro NRW" protestiert. Gegen Hupen, Trillerpfeifen und Lautsprecher konnten die 12 Aktivisten der Partei nicht ankommen.
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Die Polizei wünscht sich vielfältigen und friedlichen Protest gegen die Rechtsextremisten, der in Sicht- und Hörweite möglich sein soll.© Foto: Peter Bandermann
Mit Lärm-Attacken verhinderten Demonstranten, dass die Parolen von "Pro NRW" durchdringen konnten.© Foto: Peter Bandermann
Vor dieser Moschee wollte "Pro NRW" demonstrieren. Doch die rechtsextreme partei musste Abstand halten.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Direkt über dem Wahlkampfstand der rechtsextremen Partei "Pro NRW" zeigten Anwohner ihre Flaggen, um die Vieltfalt der Nationen in der Nordstadt zu dokumentieren.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgen das Geschehen vor ihrer Haustür.© Foto: Peter Bandermann
Eine Fahne gegen nationale Einfalt: Diese Nordstädterinnen zeigen die bosnische Flagge.© Foto: Peter Bandermann
Passanten führte die Polizei an den Absperrungen vorbei.© Foto: Peter Bandermann
Auch der frühere DGB-Vorsitzende Eberhard Weber (Miitte) demonstrierte gegen Rassismus.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Nordstraße gegen "Pro NRW".© Foto: Peter Bandermann
Die Nordstraße war von 14 bis 16 Uhr gesperrt.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei hatte sich auch auf Gewalttaten vorbereitet, da es in Solingen zu Auseinandersetzungen mit religionsfanatischen Salafisten gekommen war.© Foto: Peter Bandermann
Protest in der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Der Protest gegen den Rassismus kam von allen Seiten: Lächelnd hält dieser Demonstrant einen Lautsprecher mit Nebengeräuschen in die Höhe, um die "Pro NRW"-Reden zu stören.© Foto: Peter Bandermann
Demonstrativ geht Ahmad Aweimer vom Rat der Muslime in Dortmund am Wahlkampfstand von "Pro NRW" vorbei.© Foto: Peter Bandermann
Die Kreuzung Kielstraße / Nordstraße: Unten der Wahlkampfstand von "Pro NRW". Oben rechts demonstrieren Nordstädter in der Kielstraße. Oben links sind Demonstranten zu erkennen, die dem Aufruf von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien gefolgt waren.© Foto: Peter Bandermann
"Freiheit statt Islam", lautete die Parole von "Pro NRW" in der Nordstadt. Die Polizei musste die Kreuzung Kielstraße / Nordstraße sperren.© Foto: Peter Bandermann
Der Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, Ahmad Aweimer, auf der Kreuzung Kielstraße / Nordstraße.© Foto: Peter Bandermann
Demonstranten auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Azemina Halilovic (links) und Emina Makaljevic stammen aus Bosnien. Beide fühlten sich von Pro NRW ausgegrenzt und beleidigt. Ihr Wohnzimmer-Fenster lag direkt über der Kundegebung der Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.© Foto: Peter Bandermann
Der Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, Ahmad Aweimer, war Redner auf der Protest-Kundgebung.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen "Pro NRW" auf der Kielstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest auf der Kielstraße: Vor der Moschee dort wollte "Pro NRW" demonstrieren. Die Mitglieder mussten rund 60 Meter Abstand wahren.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgten das Geschehen aus ihren Fenstern - und sagten auch ihre Meinung.© Foto: Peter Bandermann
Protest in der Dortmunder Nordstadt gegen "Pro NRW".© Foto: Peter Bandermann
Lautstark erklärt auch dieser junge Mann, was er von Rechtsextremismus hält.© Foto: Peter Bandermann
Ein Aktivist von Pro NRW schwenkt die Deutschland-Fahne.© Foto: Peter Bandermann
Anwohner verfolgten das Geschehen aus ihren Fenstern.© Foto: Peter Bandermann
Die Kirchen in Dortmund hatten zum Protest aufgerufen - die Teilnehmer kamen auch aus den Vororten in die Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Auf den Schultern ihres Papas verfolgt dieses Mädchen das Geschehen in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die zehnjährige Sedef aus der Grundschule Kleine Kielstraße auf ihrer ersten Demonstration in Dortmund: Mutig hielt auch sie ein Schild hoch.© Foto: Peter Bandermann
Mit Schildern und Lautsprechern brachten die Demonstranten ihre Position gegen Rechtsextremismus zum Ausdruck.© Foto: Peter Bandermann
Die Kielstraße und die Nordstraße waren zwischen 14 und 16 Uhr gesperrt. Passanten wurden von der Polizei durchgelassen.© Foto: Peter Bandermann
Auch Muslime waren auf die Straße gegangen, um für die Religionsfreiheit zu demonstrieren.© Foto: Peter Bandermann
"Dortmund hat keinen Platz gegen Rechtsextremismus": Mit solchen Schildern zeigten Gegendemonstranten, was sie von "Pro NRW" halten.© Foto: Peter Bandermann
Zwölf Mitglieder der Partei "Pro NRW" waren nach Dortmund gekommen. Sie verschwanden hinter einer Polizeisperre.© Foto: Peter Bandermann
Die rechtsextreme Partei "Pro NRW" bekam bei einer Kundgebung in Dortmund viel Gegenwehr zu Gesicht.© Foto: Peter Bandermann

„Jeder Mensch hat ein Recht auf Religion. Egal, ob er ein Christ, ein Jude oder ein Moslem ist“, sagte Azemina Halilovic in ihrem Wohnzimmer in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses an der Nordstraße, Ecke Kielstraße, während „Pro NRW“ unten ausländerfeindliche Propaganda betrieb.Die Reaktionen darauf fielen vielfältig aus. Sogar eine zehnjährige Schülerin der Grundschule Kleine Kielstraße hielt ein Schild hoch: „Dortmund hat keinen Platz für Rechtsextremismus“. Ahmad Aweimer vom Rat der Muslime spazierte seelenruhig – und demonstrativ – am Wahlkampfstand der rechtsextremen Partei vorbei. Kamerateams begleiteten ihn dabei. „Die Nordstadt gehört auch uns“, wollte er damit sagen. Nach zwei Stunden, um 16 Uhr, zogen die zwölf „Pro NRW“-Mitglieder ab. Azemina Halilovic hatte wieder ihren Frieden.

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