Frisch sanierte Straße schon wieder aufgerissen

Defekte Gasleitungen

Viele Anwohner der Löttringhauser Straße glaubten an einen schlechten Scherz, als vor Kurzem wieder Baustellenschilder vor ihre Haustür auftauchten. An der frisch sanierten Straße sind Gasleitungen kaputt. Hat das etwas mit der langen Baustelle zu tun? Und hätte man das nicht vorher hätte merken können? Wir haben nachgefragt.

HOMBRUCH

, 01.11.2017, 02:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur knapp zwei Monate war die Löttringhauser Straße baustellenfrei, dann kamen die Absperrpfosten und Baustellenschilder zurück. Weil Donetz undichte Gasleitungen austauschen muss, ist es an mehreren Stellen entlang der Straße wieder enger als sonst.

Nur knapp zwei Monate war die Löttringhauser Straße baustellenfrei, dann kamen die Absperrpfosten und Baustellenschilder zurück. Weil Donetz undichte Gasleitungen austauschen muss, ist es an mehreren Stellen entlang der Straße wieder enger als sonst. © Felix Guth

Die Dortmunder Netz GmbH (Donetz) – zuständig für Management, Bau, Betrieb und die Instandhaltung des Strom-, Gas- und Wassernetzes – erneuert seit einer Woche Gasleitungen an mehreren Stellen entlang der Löttringhauser Straße. Sprecherin Jana-Larissa Marx bestätigt auf Anfrage, dass die Arbeiten noch andauern. Die Stellen, an denen undichte Leitungen ausgewechselt werden, befinden sich überwiegend auf dem Gehweg. Aber es sind auch Stellen auf der Fahrbahn betroffen – etwa an der Kreuzung Am Hombruchsfeld. Hier ist die Straße verengt, der Verkehr läuft wechselweise nur einspurig mit einer Behelfsampel.

Bei einer turnusmäßigen Untersuchung sei austretendes Gas gemessen worden. „Es bestand aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr“, sagt Jana-Larissa Marx. Eineinhalb Jahre hat die Erneuerung der Löttringhauser Straße zwischen dem Hombrucher Ortskern und dem Froschloch gedauert. Erst in der vergangenen Woche hatte diese Zeitung über einen Streit um die Abrechnung der Straßenbaubeiträge berichtet. Anwohner Burkhard Gschwind hatte sich über mangelnde Fairness und Transparenz beklagt. Kurz darauf kam die neue Absperrung direkt vor seiner Haustür, eine so genannte „Notmaßnahme“.

„Jetzt sind an etlichen Stellen die Gasleitungen kaputt. Ich vermute, das liegt am Schwerlastverkehr während der Baustellenzeit“, sagt Gschwind. Die Frage, die sich auch andere Nachbarn stellen: Hätte man die Gasleitungen nicht vorher reparieren können, anstatt jetzt die Straße wieder aufzureißen?

Donetz: Baustelle ist nicht die Ursache

Donetz-Sprecherin Jana-Larissa Marx sagt dazu: „Es sind definitiv keine Schäden, die auf die Baubelastung zurückzuführen sind.“ Die exakte Ursachenforschung laufe noch.

Dass die Schäden an der Löttringhauser Straße auftreten, sei Zufall, sagt Marx.  An der Kreuzung zum Hombruchsfeld haben Arbeiter am Montag die Schächte schon wieder verfüllt. „Wir werden die Fahrbahn wieder in den Zustand versetzen, in dem sie vorher war“, sagt Jana-Larissa Marx. Die Gehwegarbeiten werden laut Donetz nach und nach abgeschlossen, einen genauen Fertigstellungstermin gibt es noch nicht.

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