Dortmunder Handwerk schlägt Alarm: „Friseure kurz vor dem Kollaps“

Corona-Lockdown bedroht Existenzen

Der andauernde Lockdown trifft eine Branche besonders hart: die Friseure. Mit einer alarmierenden Botschaft warnt die Handwerkskammer vor dem Zusammenbruch eines ganzen Wirtschaftszweigs.

Dortmund

, 30.01.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der erneute Lockdown trifft Friseure in Dortmund hart.

Der erneute Lockdown trifft Friseure in Dortmund hart. © Schaper, Archiv

Kurz vor Weihnachten mussten die Friseursalons in ganz Deutschland schließen. Das ist jetzt schon rund sechs Wochen her und bis Mitte Februar soll der Lockdown mindestens noch andauern. Die Rücklagen vieler Betriebe schwinden langsam aber sicher, Hilfen kommen nicht an. „Viele unserer Betriebe, vor allem die Friseure, stehen kurz vor dem Kollaps“, erklärt Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.

„Die Hilfen müssen jetzt fließen“

Da Friseure erst Mitte Dezember schließen mussten, haben sie keinen Anspruch auf die Dezemberhilfen. Nur die Überbrückungshilfen III kommen in Frage, aber diese decken Umsatzeinbußen nur zu einem Bruchteil ab und können aktuell auch noch nicht beantragt werden. Abschlagszahlungen seien frühestens im März zu erwarten. „Dann ist es für viele Betriebe wahrscheinlich zu spät. Die Hilfen müssen jetzt fließen.“ so Schröder.

Jetzt lesen

Ein weiteres finanzielles Problem kommt in den nächsten Monaten erschwerend dazu: die Rückzahlungen der Soforthilfen. Fast alle Betriebe müssen große Teile der NRW-Soforthilfen aus dem ersten Lockdown in diesem Jahr zurückzahlen. Das kann sich aktuell kaum einer leisten. Schröder appelliert an Bund und Länder die Hilfen nachzubessern. „Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass die Hilfen auch in der Praxis ankommen. Es stehen zahlreiche Existenzen auf dem Spiel.“

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt