Fünf Dinge, die Sie über den Sölder Friedhof wissen sollten

Friedhof im Süden

Einiges Wissenswertes über den Sölder Friedhof hat der Sölder Geschichts-Stammtisch zusammengetragen. Und er hat Ideen gesammelt, wie er verbessert werden kann.

Sölde

, 22.09.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Sölder Geschichts-Stammtisch findet, dass der Friedhof unter anderem ein Eingangstor bekommen sollte.

Der Sölder Geschichts-Stammtisch findet, dass der Friedhof unter anderem ein Eingangstor bekommen sollte. © Wolfgang Skorvanek

Der Friedhof in Dortmund-Sölde wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Zu erreichen ist der Friedhof gut durch die Bushaltestelle „Sölde Friedhof“ am Eingang zum städtischen Friedhof am Anfang der Sölder Straße. Der Friedhof bietet einige interessante Fakten, die der Sölder Geschichts-Stammtisch nun gesammelt hat.

Viele alte Gräber finden sich auf dem Friedhof.

Viele alte Gräber finden sich auf dem Friedhof. © Wolfgang Skorvanek

1. Der Friedhof könnte verschönert werden

Eine teils durchlöcherte Hecke umgibt den Friedhof. „Parken Autos vor dem Friedhofseingang, ist die Zaunöffnung, die zum Friedhof führt, schnell zu übersehen“, sagt Dr. Uwe Martin Lang, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Kultur in Natur für Sölde.

Im hinteren Teil des Friedhofs würde es sich laut Stammtisch anbieten, eine kleine Erhöhung für eine Bank anzuschütten. „Denn vom hinteren Teil des Friedhofs ergibt sich ein wunderschöner Blick auf das Emschertal und den Schwerter Wald“, erklärt Hanna Joswig, Mitglied des Geschichts-Stammtischs.

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2. Auf dem Friedhof liegen einige bekannte Persönlichkeiten

Eine Abgrenzung des besonderen Raums mit Tor und durchgängiger Hecke ist der Wunsch vieler Besucher des seit 1998 wieder belegten Friedhofs, auf dem fast 3000 Menschen in den letzten 125 Jahren ihre letzte Ruhe gefunden haben. Alte Grabsteine erinnern an Sölder Persönlichkeiten, wie den Lehrer Heinrich Schmidt (1843 bis 1897), Gründer vieler Sölder Vereine, oder Wilhelm Schleef (1889 bis 1968), Verfasser von Dorfchroniken und Büchern über das Plattdeutsch. Ein Sandsteinkreuz erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Ein Grab aus dem 19. Jahrhundert.

Ein Grab aus dem 19. Jahrhundert. © Wolfgang Skorvanek

3. Die Allee war ursprünglich anders geplant

Eine Allee mit über 70 Linden durchzieht den Friedhof und endet an einem Rondell. Eigentlich sollten hier 1895 Ulmen als Alleebäume gepflanzt werden, doch um Geld bei der Einrichtung des Friedhofs zu sparen, wurde ebenso auf eine Trauerhalle wie auf die teuren Ulmen verzichtet. „Deshalb wurden nur Linden für drei Mark das Stück als Alleebäume gepflanzt“, stellte die Heimatforscherin Barbara Niekamp bei der Durchsicht der alten Gemeindeprotokolle fest. Aber ein schmiedeeisernes Tor wurde damals auch in Auftrag gegeben - zum Preis von 50 Pfennig pro Kilo.

Der Friedhof ist sehr idyllisch.

Der Friedhof ist sehr idyllisch. © Wolfgang Skorvanek

4. Der Friedhof wird von den unterschiedlichsten Menschen besucht

Die erste Gruppe von Besuchern ist schon früh morgens auf dem Friedhof unterwegs. Viele joggen oder sehen auf den Gräbern nach dem Rechten. Viele kennen sich und treffen sich hier und unterhalten sich. Ab Mittag empfängt der etwa 12.500 Quadratmeter große Friedhof neue Gäste.

Dazu zählen Schüler, die hier ihre Hausaufgaben erledigen oder sich auch nur ungestört unterhalten wollen. Später kommen Hundehalter mit ihren Vierbeinern, aber auch Ruhesuchende, die den hinteren, parkähnlichen Teil des Friedhofes ansteuern. Sie interessieren vor allem die Freifläche und der alte Baumbestand.

Die Wasserstellen könnten verschönert werden.

Die Wasserstellen könnten verschönert werden. © Wolfgang Skorvanek

5. Der Sölder Geschichts-Stammtisch macht sich für Veränderungen stark

„Die Friedhofskultur verändert sich derzeit in einer noch nie da gewesenen Weise. Dieser Umbruch birgt die Chance, den Friedhof des 21. Jahrhunderts neu zu definieren“, sagt der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Uwe Martin Lang. Deshalb möchte der Sölder Geschichts-Stammtisch gemeinsam mit der „Stiftung Kultur in Natur“ Ideen für die Zukunft des Friedhofs sammeln.

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Hierzu konnten alle Interessierten am Tag des Offenen Denkmals Gestaltungsideen äußern. „Angesprochen wurden unter anderem das fehlende Eingangstor, der Papiercontainer vor dem Friedhof, Bänke im hinteren Bereich und drei Wasserstellen, die wenig schön sind“, beschreibt Wolfgang Skorvanek vom Evinger Geschichtsverein, der sich auch in Sölde engagiert. Andere Besucher bemängeln fehlende Toiletten und dass der Friedhof bei Regen oft verschlammt ist. Der Stammtisch wird die Ergebnisse noch auswerten. Danach wird vermutlich mit Bezirksvertretung und Verwaltung über eine Realisierung gesprochen.

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