Fünftklässler starten ihren neuen Alltag an Dortmunder Schule

rnSchulen in Dortmund

Die Grundschulzeit ist vorbei, nun geht‘s auf die weiterführende Schule. Wir haben die Neuen an der Theodor-Heuss-Realschule an ihrem ersten Tag besucht.

Eving

, 13.08.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In diesen Tagen beginnt nicht nur für die i-Männchen das Schülerleben an den Grundschulen, auch der Wechsel auf eine weiterführende Schule ist für Kinder und Eltern ein Abenteuer, das mit Aufregung verbunden ist.

Stellvertretend für alle elf weiterführenden Schulen im Dortmunder Nordosten haben wir am Donnerstag (13.8.) die Begrüßung der neuen Fünftklässler an der Theodor-Heuss-Realschule in Eving besucht.

Schulleiterin Roswita Weber (52) hatte entschieden, die 106 Neuen und ihre Eltern wegen der Corona-Pandemie klassenweise in vier Etappen zu begrüßen: Ab 8.30 Uhr kamen sie im Stundentakt in die Aula, sodass gegen 12 Uhr alle vier Klassen eingeschult waren.

Schulleiterin Roswita Weber (r.) begrüßte die neue Fördervereinsvorsitzende Janina Herter mit einem Blumenstrauß

Schulleiterin Roswita Weber (r.) begrüßte die neue Fördervereinsvorsitzende Janina Herter mit einem Blumenstrauß. © Andreas Schröter

Der kleine Festakt begann mit einer musikalischen Darbietung von Musiklehrerin Sandra Tanovic. Das sei gerade in Zeiten, in denen seit fünf Monaten kein normaler Schulalltag mehr stattgefunden habe, ein sehr emotionaler Einstieg, sagt Roswita Weber. Sie und ihre knapp 40 Kollegen freuen sich, so erklärt sie weiter, endlich wieder Schüler und Eltern in der Großen Heide begrüßen zu können.

Die anderen Jahrgänge hatten bereits am Mittwoch (12.8.) ihren ersten Schultag nach Ferienende. Die vorgesehene Benutzung unterschiedlicher Eingänge habe noch nicht ganz so gut geklappt, sagt die Schulleiterin: „Da müssen wir in den nächsten Tagen noch etwas nachjustieren.“

Musiklehrerin Sandra Tanovic spielte zur Einstimmung auf dem Klavier

Musiklehrerin Sandra Tanovic spielte zur Einstimmung auf dem Klavier. © Andreas Schröter

Schwierig sei auch die Maskenpflicht im Unterricht, wenn sich der Klassenraum auf 27 oder 28 Grad aufheize. Am Mittwoch hatte sie deswegen Kurzstunden angeordnet - 30 statt 45 Minuten - und später hitzefrei gegeben.

Und auch wenn es am Donnerstagvormittag wieder etwas kühler war: Die Hitze steht nach wie vor in den Räumen. Weber: „Eigentlich hätten wir die Einschulung der Fünfer deswegen fast gar nicht machen können.“

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Roswita Weber nutzte die kleine Begrüßungszeremonie auch, um die neue Fördervereinsvorsitzende Janina Herter vorzustellen und ihr einen Blumenstrauß zum Einstand zu überreichen.

Janina Herter warb bei den Eltern der Fünftklässler darum, Mitglied im Förderverein zu werden. Nur so sei der Verein stark und könne der Schule finanziell unter die Arme greifen. Auch einen kleinen Kiosk, an dem es Getränke und belegte Brötchen gibt, betreibt der Verein.

Sehnsucht nach dem Alltag

Roswita Weber hofft nun, dass sich der Schulalltag nach Abklingen der Hitzewelle vielleicht in der kommenden Woche wieder normalisiert. Auch der Stimmung im Kollegium habe die Corona-Auszeit geschadet.

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Sie spüre Ängste und Verunsicherung, so Weber. All das, was früher den Zusammenhalt stärkte - wie zum Beispiel mal ein Grillabend oder ein Lehrerausflug - fehle und soll so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden.

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