Ganztagsbetreuung an weiterführenden Schulen: AWO steigt aus

Neuausschreibung des Ganztags

Nach dem Ratsbeschluss, die Ganztagsbetreuung an 41 weiterführenden Schulen neu auszuschreiben, macht jetzt die AWO Nägel mit Köpfen: Sie wird sich an der Ausschreibung nicht beteiligen.

Dortmund

, 03.04.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ganztagsbetreuung an weiterführenden Schulen: AWO steigt aus

Die offene Ganztagsschule am Heinrich Heine Gymnasium ist einer von 41 Ganztagsbereichen an weiterführenden Dortmunder Schulen. © Stephan Schütze

Nachdem der Rat am vergangenen Donnerstag beschlossen hatte, die Ganztagsbetreuung an 41 weiterführenden Dortmunder Schulen neu auszuschreiben, hatte die Arbeiterwohlfahrt harsche Kritik geübt. Eine Neuausschreibung sei überflüssig. Sollte es dazu kommen, so der Geschäftsführer des Dortmunder Unterbezirks der Arbeiterwohlfahrt, Andreas Gora, gegenüber unserer Redaktion, würde sich die Awo aus der Ganztagsbetreuung zurückziehen.

Das ist nun geschehen: „Wir sind raus und werden uns nicht beteiligen“, so Gora. Rund 100 Honorarkräfte setzt die Awo in aktuell acht der 41 Schulen ein. Damit ist mit Schuljahresende nun Schluss.

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Laut Gora besteht für die europaweite und sehr kurzfristige Neuausschreibung durch die Stadt kein juristischer Zwang, auch sei der Aufwand viel zu hoch. Die Stadt steht auf dem Standpunkt, neu ausschreiben zu müssen, da ansonsten die Bezirksregierung Arnsberg Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro zurückfordern könnte. Die Bezirksregierung selber drückt sich in der Sache salomonisch aus: Die Stadt müsse sich regelkonform verhalten. Was regelkonform genau ist, müsse die Stadt entscheiden.

Die Diakonie Ruhr-Hellweg e.V., ebenfalls ein außerschulischer Träger, prüft aktuell die Ausschreibung. Die Jugendhilfe St. Elisabeth, die an zehn Schulen 70 Menschen einsetzt, will sich an der Ausschreibung beteiligen.

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