Gasometer soll zum Trainingszentrum für Kletterer werden

Phoenix-West

Langsam, aber sicher kommen die Pläne für ein Kletterzentrum im alten Hoesch-Gasometer auf Phoenix-West voran. Anschubhilfe könnte dabei Olympia leisten. Denn nach den Plänen von Stadt und Alpenverein sollen Deutschlands Sportkletterer im 77 Meter hohen Gasometer für die Olympischen Spiele 2020 trainieren.

HÖRDE

, 12.09.2016, 02:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasometer soll zum Trainingszentrum für Kletterer werden

Der Gasometer neben den Phoenix-Hochöfen könnte zum Kletter-Trainingszentrum für Olympia werden.

Am Rande der Olympischen Spiele in Rio hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) im August beschlossen, Klettern in das Programm der nächsten Sommerspiele in der japanischen Hauptstadt Tokio aufzunehmen. Die Sportkletterer könnten sich dafür auf Phoenix-West fit machen – in einem Bundesleistungszentrum Klettern.

Diese Idee haben Vertreter des Alpenvereins jetzt verbunden mit ersten Gestaltungsplänen eines Dortmunder Architekturbüros den Spitzen der Politik im Rathaus vorgestellt. Das Zentrum für Spitzen- und Breitensport könnte von der Sektion Dortmund im Deutschen Alpenverein betrieben werden, der schon seit langem vom Klettern im Gasometer träumt – verbunden mit einem Vereinszentrum samt Büros, Bibliothek sowie Veranstaltungs- und Lagerräumen.

Die aktuellen Überlegungen sehen vor, dass die Stadt das Industrie-Relikt mit dem denkmalgeschützten Hoesch- Schriftzug mit ihren Sport- und Freizeitbetrieben übernimmt und an den Alpenverein vermietet. Voraussetzung wäre die Übernahme des Gasometers aus dem von NRW.Urban verwalteten Grundstücksfonds Ruhr. Nicht zuletzt hofft Oberbürgermeister Ullrich Sierau auf Mittel aus der Städtebauförderung, um den Gasometer sanieren und herrichten zu lassen.

Wobei dann, wie zuletzt beim Baukunstarchiv im alten Museum am Ostwall, über die Höhe und Finanzierung des städtischen Eigenanteils zu diskutieren wäre. Der Alpenverein müsste seinerseits die Pläne für ein Kletter-Leistungszentrum im alten Gasbehälter vorantreiben. Die Uhr tickt. Denn die vier Jahre bis zu den nächsten Olympischen Spielen können schnell vergehen.

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