Falschparker machen Gastronomie und Begegnungszentrum in Dortmund das Leben schwer

rnParkprobleme

Bildungs- und Freizeitangebote, Beratung und Tagespflege; dazu ein gepflegtes Café und Restaurant: Alles könnte so schön sein in diesem Begegnungszentrum. Wenn das Parkproblem nicht wäre.

Unionviertel

, 18.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Juni 2018 führt Cüneyt Karadas mit seiner Frau Gülten das BierCafé am Westpark. Das Café und Restaurant im Eugen-Krautscheid-Haus (EKH) existiert in bewährter Symbiose mit dem Begegnungs- und Betreuungszentrum der Awo.

Gäste und Kursteilnehmer schätzen den hausgemachten Kuchen, die mediterrane Küche und die Terrasse direkt am Park. Und natürlich die mehr als 100 Craft-Beer-Sorten, von denen es zehn frisch gezapft gibt.

Mit einem großen Problem aber haben sowohl der Gastronom als auch die Awo zu kämpfen: der Verkehrs- und Parkplatzsituation rund um das Haus an der Langen Straße 42.

Falschparker machen Gastronomie und Begegnungszentrum in Dortmund das Leben schwer

Das BierCafé hat eine große Terrasse auf der Parkseite. © Susanne Riese

„Das ist eine Katastrophe“, sagen EKH-Leiterin Tanja Tenholt und Cüneyt Karadas übereinstimmend. An der Kreuzung Lange Straße/Rittershausstraße parken die Autos verkehrswidrig auf beiden Seiten, so dass die Zufahrt zum EKH-Parkplatz für Lieferanten oft kaum möglich ist.

Dann müssen Lkw-Fahrer ihre Waren von der Straße aus mit Hubwagen zum Restaurant wuchten. Es komme zu gefährlichen Situationen, so Karadas. Gekracht habe es auch schon.

Falschparker machen Gastronomie und Begegnungszentrum in Dortmund das Leben schwer

Wenn die Autos auf beiden Seiten der Rittershausstraße parken, kommen Lkw nicht in die Einfahrt zum Krautscheid-Haus. © Susanne Riese

Die Awo-Gäste leiden unter dem Parkplatzmangel rund ums Haus, denn viele von ihnen sind nicht gut zu Fuß. Wegen der Großbaustelle in der Langen Straße wurde die Bushaltestelle verlegt. „Das ist für unsere Gäste beschwerlich“, sagt Tanja Tenholt.

Die Betreiber haben sich bereits hilfesuchend an die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-West gewandt. Eine schnelle Lösung konnte die Politik ihnen aber nicht in Aussicht stellen. Parkflächen sind im Unionviertel eben rar.

Falschparker machen Gastronomie und Begegnungszentrum in Dortmund das Leben schwer

Fremdparker blockieren den hauseigenen Parkplatz, für den die Awo Parkausweise ausgibt. Das Tor ist selten geschlossen. © Susanne Riese

Die rund 40 Stellplätze des EKH reichen kaum für die Dienst- und Mitarbeiter-Fahrzeuge. Zudem würden die Plätze von Unberechtigten belegt. Die Berufskollegs am U mit vielen pendelnden Schülern haben die Lage noch verschärft, haben Tenholt und Karadas beobachtet.

Die Bezirkspolitiker wollen sich der Sache annehmen. Zusätzliche Parkflächen können aber auch sie nicht aus dem Hut zaubern, und auch die Bauarbeiten am Dortmunder Wärmenetz lassen sich kaum beschleunigen.

Falschparker machen Gastronomie und Begegnungszentrum in Dortmund das Leben schwer

Die Lange Straße ist seit Monaten durch die DEW21-Baustelle blockiert. © Susanne Riese

Aber eine freie Zufahrt zur Anlieferung wäre durch geeignete Maßnahmen zu erreichen. Eine Halteverbots-Kennzeichnung gehört nicht dazu, meint BV-Mitglied Olaf Meyer. „Das nützt nichts. So etwas geht nur baulich.“

Die Rittershausstraße ist deutlich als Spielstraße gekennzeichnet, damit ist das Parken nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. „Das kümmert aber niemanden“, sagt Cüneyt Karadas. „Wenn ich die Fahrer anspreche, sind aber die meisten einsichtig, viele kennen die Regelung gar nicht.“ Etwa zehn Prozent der Falschparker reagierten unwillig.

Poller oder Absperrbügel könnten das Problem an dieser Stelle beseitigen. Das soll die Verwaltung nun prüfen.

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