Gefahr auf dem Schulweg in der Brechtener Heide: Jetzt äußert sich die Stadt

rnBrechtener Heide

Seit Jahren warten die Anwohner der Brechtener Heide darauf, dass die Straßen endlich final ausgebaut werden. Bisher wurden sie nur vertröstet. Die Stadt reagiert nun mit einem Zeitplan.

Brechten

, 05.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alleine zur Schule gehen ist für die Kinder in der Brechtener Heide bisher nur ein Wunschtraum. Die Straßen in ihrem Baugebiet sind seit Jahren nur rudimentär vorhanden, Bürgersteige gibt es nicht. Der Weg zur Schule ist mehr als gefährlich, doch von der Stadt wurden die Anwohner bisher nur vertröstet. Jetzt gibt es einen neuen Zeitplan.

Ausbau könnte bald beginnen

„Die Ausschreibungsunterlagen für den Endausbau sind im Laufe des Monats August 2019 fertig“, sagt Frank Bußmann, Pressesprecher der Stadt Dortmund. Im Anschluss daran werde das Vergabeverfahren gestartet. Auch das nimmt einige Zeit in Anspruch - rund drei Monate seien dafür erfahrungsgemäß eingeplant. Im November 2019 also werde voraussichtlich mit den endgültigen Arbeiten begonnen.

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Auch der Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) ist mittlerweile in das Thema eingebunden. Bereits im vergangenen Jahr hatten ihm rund 40 Kinder aus der Brechtener Heide einen Brief geschrieben und sich über die aktuellen Umstände beklagt. Daraufhin schrieb Sierau von einem Arbeitsbeginn Mitte 2019. „Der Oberbürgermeister ist verärgert, weil der ursprüngliche Zeitplan durch das Tiefbauamt nicht eingehalten wurde“, sagt Frank Bußmann.

Anwohner fürchten Raser

Doch nicht nur die fehlenden Bürgersteige selbst sind ein Problem in der Brechtener Heide. Die Anwohner fürchten auch die Raser, die immer wieder durch die nicht ausgebauten Straßen rauschen. Deshalb wünschen sie sich Übergangsmaßnahmen, die die Gefahr für Kinder und Erwachsene verringert.

Besondere Auffälligkeiten hinsichtlich der Geschwindigkeit seien weder der Straßenverkehrsbehörde noch der Polizei bekannt, so Bußmann. Deshalb seien Übergangsmaßnahmen nicht eingeplant. Aber: „Die Tempo-30-Piktogramme werden erneuert“, verspricht der Stadtpressesprecher.

Geschwindigkeit soll überwacht werden

Außerdem soll nun auch die Verkehrsüberwachung mit einbezogen werden und Maßnahmen zur Überwachung der Geschwindigkeit erfolgen. Dabei könnte es allerdings ein Problem geben. Durch den Bauzustand könnte es schwierig sein, mit der normalerweise eingesetzten Technik gerichtsverwertbares Material zu bekommen.

Für diesen Fall hat die Stadt einen Plan B, erklärt Frank Bußmann: „Sollte es nicht möglich sein, wird die Verkehrsüberwachung die Polizei informieren.“ Diese werde dann mit den sogenannten „Riegelgeräten“, die zur Lasermessung genutzt werden, Überwachungsmaßnahmen durchführen, um die Brechtener Heide zumindest ein wenig sicherer zu machen.

Der Ausbau in der Brechtener Heide bezieht sich auf die folgenden Straßen:

  • Nelly-Sachs-Straße von Wittichstraße bis Erich-Kästner Ring
  • Erich-Kästner-Ring
  • Enid-Blyton-Weg
  • Luise-Rinser-Weg
  • Astrid-Lindgren-Ring
  • Michael-Ende-Straße
  • Johanna-Spyri-Weg
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