Folgen des Hochwassers

Gefahr im Wasser: Beliebte Ausflugsziele der Dortmunder sind gesperrt

Drei Badeorte, die besonders im Sommer bei den Dortmundern beliebt sind, sind vorerst gesperrt. Als Folge des starken Unwetters in der Region drohen dort verschiedene Gefahren.
Das Hochwasser hat auch zu Sperrungen an drei Ausflugszielen bei Dortmund geführt.
Das Hochwasser hat auch zu Sperrungen an drei Ausflugszielen bei Dortmund geführt (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Das Wetter bessert sich gerade erst wieder in und um Dortmund, da werden einige der beliebtesten Freizeitziele in der Umgebung gesperrt.

In Folge des Unwetters hat die Bezirksregierung Arnsberg nämlich „Wasser-Freizeitaktivitäten“ in drei Stauseen der Ruhr verboten. Im Hengsteysee, Harkortsee und Kemnader See sind Schwimmen, Tauchen, Paddeln und alle anderen Freizeitaktivitäten bis zum 12. August verboten. Da es in Dortmund selbst keinen Badesee gibt, gehören die Stauseen gerade im Sommer zu den beliebtesten Badeorten der Dortmunder.

Durch das Hochwasser der letzten Zeit führt die Ruhr laut der Bezirksregierung momentan viel Treibgut und „birgt damit nicht abschätzbare Gefahren“. Zerstörte Wohnwagen und Booten weisen beispielsweise spitze Teile auf, die sich im Wasseruntergrund verhaken können. Gleichzeitig ist das Wasser so trüb, dass man nicht tief genug gucken kann, um die Gefahren rechtzeitig zu sehen.

Strömung immer noch zu stark

Hinzukommt laut Bezirksregierung, dass Bojenketten, die gesperrte Bereiche markieren – etwa vor Kraftwerken oder Stauwehren – teilweise nicht mehr an Ort und Stelle sind. Auch diese Gefahren sind damit nicht mehr rechtzeitig erkennbar. Und auch die Strömung im Wasser ist wesentlich stärker und gefährlicher als üblich, obwohl der Wasserspiegel inzwischen gesunken ist.

Ruhr und Lennemündung sind angeschwollen. Die Wassermassen haben Felder und Wälder an sich gerissen.
Ruhr und Lennemündung sind angeschwollen. Die Wassermassen haben Felder und Wälder an sich gerissen. © www.blossey.eu © www.blossey.eu

Der Ruhrverband werde die Lage in den Stauseen jedoch weiterhin im Blick behalten und Gefahrenstellen beheben oder markieren, damit Einschränkungen so bald wie möglich wieder aufgehoben werden können, so die Bezirksregierung.

50.000 Euro Strafe möglich

Der Allgemeinverfügung der Bezirksregierung, in der das Verbot festgehalten ist, ist zu entnehmen, dass jenen, die gegen die Sperrung verstoßen, bis zu 50.000 Euro Strafe drohen können.

Das Verbot gilt nicht für Wasserfahrzeuge der Ordnungsbehörden, des Ruhrverbands, des Freizeit Zentrums Kemnade und der Katastrophenschutzorganisationen.

Die Bezirksregierung bittet Wassersportler und alle anderen, die den Stausee nutzen wollen, um Verständnis „für diese zu ihrem eigenen Schutz erforderliche Maßnahme.“

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