Gefesselter Toter in Garage: Es war Mord

Nordstadt

In einem Hinterhof in der Nordstadt ist am Donnerstagmorgen ein 44-jähriger Dortmunder tot in einer Garage gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft geht nach der Obduktion von einem Mord an dem Kosmetikhändler aus.

DORTMUND

, 01.10.2015, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gefesselter Toter in Garage: Es war Mord

In dieser Garage wurde der tote Mann gefunden.

Die Fakten auf einen Blick:

  • Ein 44-jähriger Dortmunder wurde am Donnerstagmorgen tot in der Nordstadt gefunden
  • Obduktionsergebnis: Die Ermittler gehen von Mord aus
  • Er wurde in einer Garage in einem Hinterhof entdeckt 
  • Laut Staatsanwaltschaft war der Mann gefesselt
  • Der Dortmunder betrieb im Unionviertel ein Geschäft für Friseurbedarf und Kosmetikartikel
  • Der Mann hinterlässt Ehefrau und drei Kinder

Aktualisierung 18.51 Uhr:

Das Obduktionsergebnis liegt jetzt vor. Demnach wurde der 44-jährige Dortmunder gewaltsam ermordet. Das erklärte Staatsanwalt Henner Kruse. Wie der Mann ums Leben kam, dazu wollte Kruse keine Angaben machen. 

Aktualisierung 15.50 Uhr:

Wie Staatsanwalt Henner Kruse auf Nachfrage mitteilte, wurde der 44-jährige Dortmunder am Mittwochabend noch gesehen. Der Mann sei am Abend mit seinem Auto zum Garagen-Lager an der Gneisenaustraße gefahren. Was danach passiert, ist bislang unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Man gehe davon aus, dass der Mann die Nacht nicht zu Hause verbracht hat.

Am Donnerstagmorgen suchte eine Angestellte des Geschäfts nach ihrem Chef. Die 33-jährige Frau fuhr zum Lager in die Nordstadt. Dort wählte die Angestellte die Handynummer ihres Chefs. Sie hörte das Klingeln des Handys aus einer Garage - und machte anschließend die grausame Entdeckung.

Der Wagen des 44-jährigen Kosmetikhändlers wurde am Donnerstagvormittag abgeschleppt, um weitere Spuren sichern zu können, erklärte Staatsanwalt Henner Kruse. Die Leiche des Mannes soll noch Donnerstag obduziert werden. Der 44-Jährige hinterlässt Ehefrau und drei Kinder. 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Mann tot und gefesselt in Garage gefunden

In einem Hinterhof in der Nordstadt ist am Donnerstagmorgen ein 44-jähriger Dortmunder tot in einer Garage gefunden worden. Der Kosmetikhändler wurde gefesselt gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Kapitalverbrechen aus.
01.10.2015
/
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
In dieser Garage wurde der tote Mann gefunden. © Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Eindrücke vom Tatort.© Foto: René Werner / IDA News
Schlagworte Dortmund

Aktualisierung 14.50 Uhr:

Die Staatsanwaltschaft hat vor wenigen Minuten eine Pressemitteilung veröffentlicht: Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 44 Jahre alt gewordenen Familienvater aus Dortmund. Der Mann ist türkischer Staatsangehöriger und betrieb in Dortmund das Fachgeschäft "Dream Cosmetics" für Friseurbedarf und Kosmetikartikel.

Der Mann wurde am Donnerstagmorgen in einer Garage in einem Hinterhof an der Gneisenaustraße von seiner 33 Jahre alten Angestellten aufgefunden. In der von ihm angemieteten Garage lagerte der 44-Jährige unter anderem Ware.

Die Auffindesituation des Mannes, insbesondere die Tatsache, dass der Verstorbene gefesselt war, deutet auf ein Kapitalverbrechen hin, heißt es in der Erklärung der Staatsanwaltschaft. Die genaue Todesursache soll jetzt durch eine Obduktion geklärt werden. Zurzeit werden vor Ort weiter Spuren gesichert. 

Aktualisierung 11.54 Uhr:

Wir haben Staatsanwalt Henner Kruse erreicht. Er möchte sich aktuell nicht zu den Ermittlungen äußern. Im Laufe des Tages wird es eine Presseerklärung geben, kündigte Kruse an.

Aktualisierung 11.43 Uhr:

Pfarrer Hendrik Münz und zwei Notfallseelsorger sowie eine Notfallbegleiterin kümmern sich um die Freunde und Angehörigen des Opfers. Weil es am Morgen noch recht kalt war, stand zunächst ein mobiler Betreuungsbus der Feuerwehr bereit. Kurz nach Eintreffen der Polizei seien auch die ersten Angehörigen dagewesen, sagte Pfarrer Hendrik Münz. Von der Staatsanwaltschaft gibt es bislang keine weiteren Infos. 

Aktualisierung 10.41 Uhr:

Die Polizei ist weiter vor Ort. Etwa 40 Menschen stehen vor dem Haus auf der Straße, berichtet unser Reporter. Einige Frauen liegen sich schluchzend in den Armen. Eine Frau, die nebenan wohnt, berichtet, sie sei bis 1 Uhr wach gewesen - bis dahin habe sie nichts außergewöhnliches bemerkt. Gegen 6 Uhr sei sie dann durch das Blaulicht der Polizei aufgewacht. Der Betreuungsbus der Feuerwehr ist inzwischen wieder abgerückt. 

Wir sammeln weiterhin Informationen und werden im Laufe des Tages weiter berichten.

Erste Meldung 9.35 Uhr:

Unbestätigten ersten Informationen zur Folge hat eine Anwohnerin den Mann am Donnerstagmorgen gefunden, als sie zum Schwimmen fahren wollte. Auf dem Weg zu ihrer Garage auf dem Hinterhof soll ihr aufgefallen sein, dass in der Nachbargarage etwas nicht stimmte. Daraufhin habe sie den leblosen Mann auf dem Stuhl sitzend gefunden.

Derzeit sind neben der Mordkommission auch drei Notfallseelsorger vor Ort, die sich um die Angehörigen des Mannes kümmern. Auch ein Betreuungsbus der Feuerwehr ist im Einsatz. 

Staatsanwalt Henner Kruse wollte sich am Donnerstagmorgen nicht zu den Einzelheiten des Falles äußern. Die Staatsanwaltschaft will im Laufe des Tages eine Presseerklärung abgeben.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt