Geierabend verleiht Pannekopp-Orden an Stadt Essen

Dortmunder Anti-Karneval

Der Dortmunder Alternativ-Karneval Geierabend hat seinen "Pannekopp des Jahres" 2016 gefunden: Der schwerste Karnevalsorden der Welt aus 28,5 Kilo rostigem Stahl geht dieses Jahr an Essen. Die Stadt hat sich die zweifelhafte Ehre durch die kreative Förderung des neuen Stadions von Rot-Weiß Essen erworben.

DORTMUND

09.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Geierabend verleiht Pannekopp-Orden an Stadt Essen

28,5 Kilo schwer ist der Pannekopp-Orden. Dieses Jahr geht er nach Essen.

Die Macher des Geierabends bezeichnen in der Begründung des Anti-Ordens das Essener Stadion als das "wahre Fußballmuseum": "Als die Kosten für das Stadion aus dem Ruder liefen, entnahm die Grundstücksverwaltung Essen eine Million Euro aus einem Fonds, der eigentlich zur Instandhaltung des Folkwang-Museums gedacht war."

Ermittelt wurde der Ordensträger per Applaus in den Geierabend-Sitzungen. Zweitplatzierter wurde die Stadt Ennepetal, die laut Geierabend versucht hatte, zusammen mit Unternehmern durch einen Standortsicherungspakt eine Steuererhöhung abzuwenden. Das erklärte das NRW-Innenministerium mittlerweile für rechtswidrig.

Erfolgreiche Bilanz des Geierabends

Die Macher des alternativen Ruhrgebiets-Karnevals blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück: Rund 16.700 Zuschauer kamen zu 36 ausverkauften Vorstellungen.

Die Preisträger der vergangenen Jahre:

 

 

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