Gekko-Beteiligung bringt 100 Millionen Euro Schaden

Kraftwerk in Hamm

100 Millionen Euro - so groß ist der Verlust für den heimischen Energieversorger DEW21. Und trotzdem will man nun aus dem Pannen-Kraftwerk Gekko in Hamm aussteigen. Weiter an dem Gemeinschafts-Steinkohlekraftwerk festzuhalten, könnte deutlich teurer werden.

DORTMUND

, 18.11.2015 / Lesedauer: 2 min
Gekko-Beteiligung bringt 100 Millionen Euro Schaden

Das Gekko-Kraftwerk in Hamm. Die Verwaltung schlägt vor, die Beteiligung von DEW21 zu lösen. Jetzt muss der Rat entscheiden.

Darum geht's:

DEW21 ist mit 23 weiteren Stadtwerken an dem Hammer Kraftwerk beteiligt, das vor allem durch seine Pannenserie bei beiden Kraftwerksblöcken immer wieder von sich reden machte. Der erhoffte Ertrag stellte sich nie ein. Als weitere finanzielle Belastung für die Betreiber kommt nun die Energiewende hinzu. Was also tun, um nicht weiter Geld in das Kraftwerk hineinzupumpen? Der Energieriese RWE bot den Beteiligten den Aussteig aus dem Projekt an. Für einen inakzeptablen Preis von 1 Euro pro Stadtwerk. Das gesamte Gekko-Geschäft hat die DEW21 aber mehr als 109 Millionen Euro für das Gesellschaftdarlehen und 2,78 Millionen Euro Eigenkapital gekostet.

Was würde passieren, wenn DEW21 nicht aussteigt?

DEW21 müsste weiter zahlen. Der Verlust könnte noch deutlicher werden. Bis zu 150 Millionen, so wird es erwartet.

Das meint die Politik:

"Weg damit und gut", meint Norbert Schilff, Fraktionschef der SPD im Rat der Stadt Dortmund. Als "alternativlos" bezeichnete Ulrich Monegel, Fraktionschef der CDU den Ausstieg. Seine Partei sei von vornherein gegen die Beteiligung am Gekko gewesen.

Das geschieht nun:

RWE ist nach Verhandlungen bereit, DEW21 einen Rückkaufpreis von 15,45 Millionen Euro für einen 5,56-Prozent-Anteil zu zahlen, ohne Abschluss eines neuen Stromlieferungs- oder Darlehensvertrags. Die Verwaltung empfiehlt dem Rat den Komplettausstieg. Der Rat muss darüber nun im Dezember entscheiden.

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