Gelbe Säcke kommen der EDG am liebsten nicht in die Tüte

Logistik-Probleme

Dietmar Seher aus Holzen wollte sich in der vergangenen Woche am Recyclinghof in Hörde gelbe Säcke besorgen – und wurde zum EDG-Betrieb nach Aplerbeck geschickt. Denn die gelben Säcke seien zurzeit Mangelware, lautete die Auskunft. Auch in Aplerbeck hörte der Holzener: „Wir haben einen Lieferengpass.“

DORTMUND

, 13.06.2016, 02:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gelbe Säcke mit wiederverwertbarem Hausmüll.

Gelbe Säcke mit wiederverwertbarem Hausmüll.

„Das ist falsch“, sagte EDG-Sprecher Matthias Kinietz auf Anfrage: „Es kann zwar sein, dass ein Recyclinghof nicht genug gelbe Säcke hat, aber dann müssen Name und Anschrift des Kunden unserem Service-Center gemeldet werden. Wir schicken dann ein Bündel Säcke zu.“

Mehrere Bürger in Holzen nutzen nicht die schwarze Tonne mit dem gelben Deckel („Wertstofftonne“), sondern lagern die gefüllten Mülltüten bis zum Abholtermin im Keller oder in der Garage, um sie dann an die Straße zu stellen.

Für die EDG kommt das am liebsten gar nicht in die Tüte: „Die Tüten reißen auf“, erklärt Kienitz, der Wind verteile den Müll. Das Unternehmen bittet die Bürger deshalb darum, eine Wertstofftonne zu bestellen (Tel. 0231 / 911 111). Kosten entstehen dafür nicht.

 „Wir haben Probleme in den Sortieranlagen“

Die Wertstofftonne nimmt alle Verpackungen mit dem grünen Punkt und ähnliche Stoffe aus Plastik auf. Zurzeit dürfen die Bürger auch kleine Elektrogeräte wie Toaster darin entsorgen. Doch mittelfristig will die EDG diese Geräte nicht mehr in den Tonnen sehen. Matthias Kienitz: „Wir haben Probleme in den Sortieranlagen. Die Kabel verheddern sich gerne mal in den Transportbändern und legen den Betrieb still.“

Kunden hätten das Angebot ohnehin nicht angenommen und würden stattdessen die Elektrokleingeräte, wie eh und je, zu den Recyclinghöfen bringen. Demnächst erhalten die Tonnen weitere Aufkleber. Sie weisen darauf hin, das Batterien nicht in die Wertstofftonne gehören. 

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