Genossenschaft baut auf einem Sahnegrundstück im Kaiserblock

rnNeues Wohnhaus

In der beliebten Wohngegend zwischen Kaiserstraßen- und Präsidentenviertel hat die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft ein Grundstück ergattert. Im Baugrund schlummert eine Überraschung.

Kaiserstraßenviertel

, 11.07.2019, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unbebaute Grundstücke sind selten in dem Viertel zwischen Kaiserstraße und Ostfriedhof. Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft (gwg) hat aber an der Davidisstraße eine freie Fläche entdeckt und der Stadt nach längerem Ringen abgekauft: rund 700 Quadratmeter groß und von alten Bäumen gesäumt. „Seit 2012 sind wir auf das Grundstück aufmerksam geworden. Gekauft haben wir 2018“, sagt gwg-Vorstand Thomas Bura.

Ursprünglich hatte die Stadt die Fläche an der Davidisstraße 30 für eine mögliche Schulerweiterung der inzwischen geschlossenen Hauptschule am Ostwall vorgehalten. Längst hatten sich Unkraut, Gebüsch und Unrat dort angesammelt.

15 Wohnungen in verschiedenen Größen geplant

Mittlerweile zeigt ein Bauzaun Grundrisse und eine Visualisierung des geplanten Neubaus: ein fünfgeschossiges Gebäude mit 15 unterschiedlich großen Wohneinheiten. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon und werden barrierearm gestaltet. Vorgesehen ist eine moderne Ausstattung mit Videosprechanlage, keramischen Fußböden und Parkett sowie eine energiesparende Luft-Wärmepumpe.

Es wird eine Tiefgarage mit 13 Stellplätzen und zwei Außenparkplätze geben, außerdem einen Fahrradstellplatz. Obwohl der erste Spatenstich noch nicht getan ist, melden sich bereits Interessenten für die Wohnungen.

Die Baustelle soll innerhalb der nächsten Wochen eingerichtet werden, so Markus Tegethoff vom Planungsbüro Brenker, Hoppe, Tegethoff. Dann steht zunächst ein Kraftakt an: Im Untergrund schlummert das massive Betonfundament eines alten Löschteichs aus dem Zweiten Weltkrieg. Gwg-Vorstandsmitglied Rudi Schmidt kann sich erinnern, darauf als Kind im Winter Schlittschuh gefahren zu sein.

Nun müssen die Reste ausgebuddelt werden.

Genossenschaft baut auf einem Sahnegrundstück im Kaiserblock

Vorstand Thomas Bura (M.), Vorstandsmitglied Rudi Schmidt (l.) und Architekt Markus Tegethoff waren mit Ziegel-Mustern vor Ort. © Susanne Riese

Die Präsidentensiedlung hat als Keimzelle des öffentlich geförderten Wohnungsbaus eine besondere Bedeutung für Dortmund. Die Anknüpfung an den denkmalgeschützten Kaiserblock machte das gwg-Bauvorhaben für Architekt Markus Tegethoff besonders interessant. „Der Baukörper passt sich in Höhe und Gestaltung dem Bestand an und greift Fluchtlinien auf.“ Beispielsweise liegen die Außenwände mit dem gegenüberliegenden Haus auf einer Linie.

Die Denkmalbehörde war in die Planungen einbezogen. Der Neubau soll in Material und Gestaltung zu den bestehenden Häusern mit der typischen dunkelroten Ziegelfassade passen, sie aber nicht kopieren.

Ende 2020 soll das Wohnhaus fertig sein

Deshalb wurde für den klar strukturierten, blockartigen Neubau ein sandsteinfarbener Ziegel gewählt, der durch ein dezentes farbiges Gestaltungselement ergänzt werden soll. Ende 2020/Anfang 2021 soll das Wohnhaus bezugsfertig sein.

Infos unter www.gwg-dortmund.de

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