Geplante Konzertabsage: Xavier Naidoo leugnet Corona

Westfalenpark

Die Stadt Dortmund will das Konzert von Xavier Naidoo im Westfalenpark aus politischen Gründen absagen. Jetzt ist ein Video aufgetaucht, in dem der Sänger die Existenz von Corona leugnet.

Dortmund

, 24.04.2020, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
2014 war Xavier Naidoo im Westfalenpark aufgetreten. 2020 soll daraus nichts werden.

2014 war Xavier Naidoo im Westfalenpark aufgetreten. 2020 soll daraus nichts werden. © Stephan Schütze (Archiv)

Xavier Naidoo fällt immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Verschwörungstheorien auf. Daher will die Stadt Dortmund sein Konzert im Westfalenpark absagen lassen. Ein weiteres Argument für eine Absage liefert Naidoo nun in einem Video. Unter anderem leugnet er darin die Existenz von Corona.

Für das Video, das in dieser Woche aufgetaucht ist, filmt Naidoo sich in einem Auto, er trägt einen Mundschutz, im Hintergrund ist eines seiner eigenen Lieder zu hören.

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„Was tut ihr uns an?“, fragt er in die Kamera: „Lieber Herr Spahn, lieber Herr Drosten, böse Frau Merkel, es tut mir leid, wir können das nicht mitmachen. Nicht nur, dass Sie unsere Wirtschaft an die Wand fahren, Sie bringen unsere Alten um.“

„Als gäbe es eine tödliche Pandemie“

In Deutschland müsse man „so machen, als gäbe es eine tödliche Pandemie“, lautet eine seiner weiteren Aussagen. Naidoo präsentiert damit eine neue Verschwörungstheorie.

Am Donnerstag (23.4.) hatte die Stadt Dortmund angekündigt, das für den 5. September geplante Konzert im Westfalenpark absagen lassen zu wollen.

OB Sierau positioniert sich sehr deutlich

Oberbürgermeister Ullrich Sierau äußerte in der Pressemitteilung eine klare Meinung: „Wir wollen Xavier Naidoo nicht in unserer Stadt und auch nicht jene Anhänger seiner Musik, die seine Positionen teilen.“

Die Stadt Dortmund will sich auf Nachfrage nicht weiter zum Thema Naidoo äußern.

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