Geplatzter Mordprozess: Im Fall Schalla droht jetzt die nächste Verzögerung

rnProbleme im Schalla-Prozess

Seit über einem halben Jahr ruht das Verfahren um den Mordfall Nicole-Denise Schalla. Am 7. Juli sollte es nun eigentlich wieder losgehen. Doch es gibt erneut Probleme.

Dortmund

, 29.06.2020, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem der erste Prozess gegen den Angeklagten Ralf H. seit Dezember 2019 wegen der Erkrankung einer Richterin nicht fortgesetzt werden konnte und schließlich im März abgebrochen wurde, hat sich personell einiges getan.

Nicht nur, dass die Schwurgerichtskammer des Landgerichts mit Thomas Kelm einen neuen Vorsitzenden bekommen hat. Darüber hinaus hat Ralf H. nun auch zwei neue Verteidiger an seiner Seite.

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Klar ist, das diese Anwälte zur Einarbeitung sämtliche bisherigen Prozessakten erhalten sollten. Das Landgericht hat deshalb Mitte Juni zwei Pakete auf den Postweg gebracht. Angekommen ist indes nur eines. Und das könnte zu einem großen Problem werden.

Weil bis zum anvisierten Neustart des Prozesses nun nicht mehr viel Zeit bleibt, haben die Verteidiger von Ralf H. einen Aussetzungsantrag gestellt. Zwar soll ihnen in den nächsten Tagen der Inhalt des zweiten Kartons noch einmal zur Verfügung gestellt werden. Die Anwälte halten das jedoch für zu spät.

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Geben die Richter dem Aussetzungsantrag nun statt, könnte der 7. Juli als Tag des Neuanfangs nicht mehr eingehalten werden. Eine Verzögerung von weiteren Tagen oder gar Wochen wäre die Folge.

Zum Verbleib des verlorenen Aktenpakets teilt das Landgericht mit, bei der Post würden derzeit Nachforschungen angestellt.

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