Gesamtschule Brünninghausen wird auf Hochtouren modernisiert

rnSchulsanierung

Seit einem halben Jahr rollt schweres Gerät an der Gesamtschule Brünninghausen. Das ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Bald entsteht vielleicht sogar ein neues Gebäude.

Brünninghausen

, 31.01.2019, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Gesamtschule Brünninghausen werden etwa 400 Schüler in Containern unterrichtet. Insgesamt wurden 20 Räume direkt neben der Schule auf einem öffentlichen Parkplatz aufgestellt. Grund für diesen ungewöhnlichen Umzug der Schüler sind umfangreiche Sanierungen des Hauptgebäudes.

„Wir sind Spitzenreiter im Energieverbrauch“, sagt der stellvertretende Schulleiter Torsten Kieper. Damit sich daran etwas ändert, werden vor allem energetische Arbeiten an der Schule vorgenommen. Diese waren bereits seit 2015 geplant, aber durch andere Projekte der Stadt Dortmund starteten die Baumaßnahmen erst im Sommer 2018.

Trotz Bauarbeiten läuft Schulalltag


Betroffen sind neben der Fassade auch Fenster, Dach, Heizungsanlage und nicht zuletzt die Übergänge zwischen den Gebäuden. Parallel dazu werden laut Schulleiterin Marietta Koschmieder längst überfällige Umbauarbeiten im Innenbereich erledigt – zum Beispiel die Renovierung der naturwissenschaftlichen Räume, um künftig einen moderneren Unterricht ermöglichen zu können.

Gesamtschule Brünninghausen wird auf Hochtouren modernisiert

Der Container sieht innen wie eine ganz normale Klasse aus. © Rezek

Zunächst geht es für die Schule darum, trotz der Container den Schulalltag zu meistern. „Einschränken müssen wir uns alle“, sagt Marietta Koschmieder. Das Büro der Schulleiterin selbst und das Sekretariat sind in einer ehemaligen Klasse untergebracht.

Alle müssen sich einschränken

Die Lehrer müssen sich mit den Schülern im Containerbereich die Toiletten teilen, weil sie dort keine eigenen haben. Und für die Schüler sind die Pausen kürzer, weil sie längere Wege zur Mensa oder zum Schulhof laufen müssen.

Dass die Container auf einem Parkplatz stehen, gefällt laut der Schulleiterin nicht allen Anwohnern in der Nähe. Einige befürchteten bereits einen Wertverlust ihrer Immobilien.

Baustelle bis Sommer 2020 geplant

Die Baustelle ist jedoch nicht von Dauer. Laut Plan sollen die Arbeiten bis zum Sommer 2020 abgeschlossen sein. Um den Unterricht möglichst ohne Einschränkungen fortzusetzen, sind für die Container Datenleitungen für das Internet geplant.

Gesamtschule Brünninghausen wird auf Hochtouren modernisiert

In diesem Containerkomplex werden aktuell etwa 400 Schüler unterrichtet. © Rezek

Ziel des Digitalpakts Schule ist es, die Ausstattung jedes Unterrichtsraums mit einer funktionierenden Präsentationstechnik auszustatten. „In den Containerräumen werden wir mobile Smartboards einsetzen, welche nach Abschluss aller Um- und Neubauten in die entsprechenden Unterrichtsräume transportiert und dort weiter genutzt werden können. Bis zu den Osterferien ist noch Zeit, dann beginnt die Auslieferung der digitalen Geräte“, so die Schulleiterin.

Bald eine neue Baustelle?

So groß die aktuelle Baustelle an der Schule auch ist, eine andere könnte sie bereits 2020 in den Schatten stellen. Gegenwärtig ist im Gespräch, dass der zweite Standort der Gesamtschule Brünninghausen im Schulzentrum Hombruchsfeld geschlossen wird und stattdessen ein neues Gebäude an der Fritz-Kahl-Straße auf dem Fußballplatz entstehen soll.

Gesamtschule Brünninghausen wird auf Hochtouren modernisiert

Im Chemieraum findet aufgrund der Bauarbeiten aktuell kein Unterricht statt. © Rezek

Aktuell tauschen sich in dieser Angelegenheit Schulleitung, Schulamt und Vertreter der Immobilienwirtschaft aus. Den noch zweite Standort der Gesamtschule könnte das angrenzende Helene-Lange-Gymnasium am Schulzentrum Hombruchsfeld erhalten. Diese Pläne laufen, weil laut Schätzungen der Stadt, alle weiterführenden Schulen ab 2021 zwischen 20 bis 25 Prozent mehr Schüler aufnehmen. Dies resultiere laut der Schulleiterin nicht zuletzt auch aus dem Zuzug von Flüchtlingen.

Die Kosten für die aktuellen Arbeiten betragen etwa 3,5 Millionen Euro. Sie werden aus Bundesmitteln finanziert und kommen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

Sanierung

Kommunalinvestitionsförderungsgesetz

Der Bund stellt den Bundesländern insgesamt 7 Mrd. Euro zur Stärkung der Investitionstätigkeit finanzschwacher Kommunen zur Verfügung.
Es werden vom Bund unter anderem Investitionen in Bildungsinfrastruktur, Sanierungen und auch Neubauten von Schulgebäuden finanziert.

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