Geschäftsführer geht vorzeitig

Studentenwerk

Ende im Streit um den Geschäftsführer des Studentenwerks, Rainer Niebur: Nachdem dieser und der Personalrat sich einen Streit geliefert hatten, geht Niebur nun zum Ende des Jahres. Im Einverständnis mit Niebur sei dieser freigestellt worden, schreibt der Verwaltungsrat.

DORTMUND

von Von Gaby Kolle und Oliver Koch

, 01.12.2010, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschäftsführer geht vorzeitig

Rainer Niebur, der Geschäftsführer des Studentenwerks.

Für Verdi-Gewerkschaftssekretär Christian Fuhrmann ein "wiederholter Versuch, kritische Stimmen innerhalb des Studentenwerks auszuschalten". Er wisse nicht, "in wiefern Niebur im Detail verstrickt ist", aber was der Personalrat zu Tage gefördert habe, habe "Hand und Fuß". Zudem habe Niebur als Geschäftsführer "nach Gutdünken gehandelt" und "die gesamte Führungsebene ausgeschaltet". Er habe bei der alten schwarz-gelben Landesregierung "gute Karten" gehabt,, doch Verdi habe sich jetzt "reingehängt", so Fuhrmann. Unterstützer Nieburs vermuten deshalb eine konzertierte Aktion von Gewerkschaft und Landesregierung, die zurzeit an einem neuen Personalvertretungsgesetz arbeitet. So rief ein Vertreter des Wissenschaftsministeriums im Büro von OB Ullrich Sierau (SPD) an, um zu hören, wie er die Sache einschätze. Das sehe man nicht als Angelegenheit des Oberbürgermeisters, wurde dem Ministerium mitgeteilt. "Ich weiß noch nicht mal, worum es in der Sache genau geht", erklärte Sierau gegenüber den RN. Niebur aber erhielt vom Ministerium die Auskunft, auch die Dortmunder Politik wolle, dass er gehe.

Nach stundenlangen Verhandlungen gab der Verwaltungsrat am Mittwoch die Trennung von Niebur bekannt. Man wolle vermeiden, dass der Konflikt in eine weitere öffentliche Auseinandersetzung mündet, heißt es in einer Pressemitteilung.

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