Geteiltes Echo auf Planung der Stadt

Sex-Steuer

DORTMUND Die von der Verwaltungsspitze geplante Sex-Steuer für Prostituierte und Maut für Freier auf dem Straßenstrich in der Nordstadt stößt auf geteiltes Echo. „Große Zustimmung“ bei der CDU im Rat, die Grünen sprechen von einem „unausgegorenen“ Vorschlag.

von Von Gaby Kolle

, 25.03.2010, 05:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vorschlag schlägt auf Zustimmung bei der CDU.

Der Vorschlag schlägt auf Zustimmung bei der CDU.

Die ordnungspolitische CDU-Sprecherin Christiane Krause sieht allerdings die Gefahr, dass die Prostituierten auf andere Straßen ausweichen und deshalb Ordnungspartnerschaften und Polizei mehr denn je gefordert. Eine Verlagerung des Straßenstrichs befürchten auch die Grünen im Rat, wenn die Prostituierten 15 Euro Sex-Steuer am Tag bezahlen sollen. Ulrich Langhorst, grünes Ratsmitglied im Sozialausschuss, hält es deshalb für wichtig, zunächst die Erfahrungen aus Köln einzuholen, wo eine solche Abgabe bereits seit 2004 erhoben wird.

Genauso wichtig ist für die Grünen die Einschätzung der Beratungsstelle Kober, die vor Ort in der Ravensberger Straße ein Hilfsangebot für Frauen aus dem Rotlichtmilieu macht. Die Meinung der Kober-Expertinnen müsste in den angestrebten Ratsbeschluss einfließen, auch und gerade hinsichtlich der Höhe einer möglichen Abgabe, fordern die Grünen. Auf ihre ungeteilte Zustimmung stößt der Verwaltungsvorschlag, die Freier mit einem Euro Maut pro Fahrt über den Strich zur Kasse zu bitten. 

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