Gewerbegebiet Groppenbruch vor dem Aus

Studie

Das interkommunale Gewerbegebiet in Groppenbruch steht vor dem Aus. Denn eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, deren Eckpunkte jetzt vorliegen, stellt das Vorhaben in Frage.

GROPPENBRUCH

von Von Oliver Volmerich und Peter Fiedler

, 11.01.2012, 20:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Naturschützer ist das Groppenbruch-Areal ein schützenswerter Naturraum.

Für die Naturschützer ist das Groppenbruch-Areal ein schützenswerter Naturraum.

Am Ende könnten die Flächen nur zu einem sehr hohen Preis vermarktet werden – mit der Gefahr, dass die beteiligten Städte Dortmund und Lünen bei der Entwicklung am Ende noch draufzahlen müssten. In einigen Wochen sollen die Ergebnisse der Studie vorgestellt werden. Dann wäre es Sache der Politik zu entscheiden, ob man an den Plänen für das Gewerbegebiet festhält.   Zur Zeit führt die Stadt noch Gespräche mit den Grundstückseigentümern. Dabei geht es u.a. um die Rahmenbedingungen für einen Verkauf. Der größte Teil der Fläche befindet sich im Besitz des RAG-Konzerns, der auch über eine Vermarktung in eigener Regie nachdenkt.

Das gut 30 Hektar große grüne Areal liegt direkt an der Stadtgrenze zu Lünen und hat eine lange Geschichte. Nachdem Gewerbe-Pläne auf Lüner Stadtgebiet 2002 durch einen Bürgerentscheid gestoppt wurden, avancierte Groppenbruch zum Hoffnungsträger der Wirtschaftsförderer in Politik und Verwaltung. Doch Rot-Grün legte die Pläne auf Eis. Mit neuen Mehrheiten beschloss der Rat dann 2010 einen Masterplan Wirtschaftsflächen, zu dem auch ein interkommunales Industriegebiet Groppenbruch gehört. Die neu angelaufenen Planungen wurden allerdings immer wieder von Protesten der Naturschützer begleitet – allen voran von Thomas Quittek vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Der zeigt sich nun entsprechend erleichtert über die Machbarkeitsstudie. „Die bestätigt unsere Bedenken“, stellte er fest. „Es freut mich, dass unsere fachlichen Argumente offenbar gefruchtet haben.“

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