Die 27-Jährige Dortmunderin Marva-Linnéa Kroh hatte während ihres Urlaubs besseres Wetter, als während ihres Flugs. © privat
Unwetter über Dortmund

Gewitter im Flugzeug erlebt: „Sehr dunkel und es blitzte rechts und links“

Ein heftiges Unwetter zog am Dienstagabend (29.6) über die Stadt, einige Dortmunder berichten über vollgelaufene Keller - eine 27-Jährige erlebte das Spektakel sogar aus dem Himmel.

Ein Unwetter der zweithöchsten Warnstufe ist am Dienstagabend (29.6) über Dortmund gezogen. Auf Facebook und in den sozialen Medien berichten die Dortmunder von ihren Erlebnissen – eine 27-jährige Dortmunderin erlebte die Gewitterfront sogar aus dem Flugzeug.

Die ersten Notrufe, so sagt die Feuerwehr, seien am Dienstagabend gegen 21 Uhr eingetroffen, minütlich sei die Zahl der Anrufe dann gestiegen.

Landemanöver musste abgebrochen werden

Zur selben Zeit, ein paar hundert Meter in der Luft, versuchte eine Eurowings-Maschine aus Mallorca in Dortmund zu landen, mit an Board war die 27-jährige Marva-Linnéa Kroh.

„Über Deutschland waren wir super in der Zeit“, erinnert sich die Dortmunderin. Kurz vor dem Ziel aber, „gewinnen wir wieder an Höhe und fliegen eine Kurve.“

Zuerst seien keine Informationen an die Passagiere weitergereicht worden, nach dem abgebrochenen Landemanöver habe sich dann aber die Pilotin gemeldet:

„Sie haben es vielleicht schon bemerkt wir konnten nicht landen in Dortmund wegen des Wetters, wir fliegen ein paar Schleifen und gucken dann nochmal“, erinnert sich Kroh.

Flugzeug wurde nach Münster umgeleitet

Einige Passagiere seien zu diesem Zeitpunkt schon nervös geworden, denn „es wurde auch schnell sehr dunkel und blitze rechts und links.“ Schließlich wurde dann klar, dass der Flieger in Münster/Osnabrück zwischen landen musste.

Flughafensprecherin Davina Ungruhe erklärt, dass die Eurowings-Maschine allerdings die einzige war, die eine Zwischenstation einlegen musste.

Auf dem Flug nach Münster sei es dann sehr laut im Flugzeug gewesen erinnert sich die 27-Jährige: „Es waren alle Gemütslagen dabei, manche waren voll entspannt, andere völlig entnervt und andere haben Panik geschoben.“

Facebook User berichtet von Unwetter-Erlebnissen

Auch für Kroh selbst sei der Flug „ein Abenteuer“ gewesen, aber: „hinterher konnten wir alle wieder drüber lachen.“

Auch auf Facebook berichten Leser von ihren Unwetter-Erlebnissen, allerdings vom Boden oder noch tiefer: „Wir haben mit der Hausgemeinschaft auch 2,5 Stunden gebraucht, bis der Keller vom Wasser befreit war“, schreibt eine Nutzerin.

Ein anderer User berichtet an gleicher Stelle aus dem Dortmunder Süden: „Es waren soviel Wassermassen, dasd mehrere Gullis mit Stahlrahmen aus dem Boden geschossen sind, Pflastersteine und Geröll sich gelöst hat.“

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch musste die Feuerwehr von 21 Uhr bis 4 Uhr insgesamt 365 Einsätze fahren.

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