„Gold-Coup“ in Körne: Einbrecher sollen durchs halbe Ruhrgebiet gezogen sein

rnLandgericht Dortmund

Lage abchecken, Tür aufhebeln, ganz groß abräumen: Drei mutmaßliche Serieneinbrecher stehen seit Montag vor Gericht. In Körne gelang der Bande laut Anklage ein echter „Gold-Coup“.

Dortmund

, 20.07.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Montag der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder einer Profi-Einbrecherbande begonnen, die zu Jahresbeginn bei Wohnungsbesitzern im Ruhrgebiet in Serie für Wut, Frust und Enttäuschung gesorgt haben soll.

Einer der lukrativsten Beutezüge fand laut Anklage in einem Einfamilienhaus im Süden von Körne statt. Am 14. Dezember 2019 sollen Bandenmitglieder durch ein aufgehebeltes Wohnzimmerfester eingebrochen sein - und dann unter anderem einen Goldbarren, Silbermünzen und Bargeld im Gesamtwert von fast 20.000 Euro beiseitegeschafft haben.

Zwei von drei Angeklagten beim Prozessauftakt neben ihren Verteidigern Olaf Heuvens (hinten) und Timo Meyer (vorne rechts). Der dritte Angeklagte saß coronabedingt ausnahmsweise auf der anderen Saalseite.

Zwei von drei Angeklagten beim Prozessauftakt neben ihren Verteidigern Olaf Heuvens (hinten) und Timo Meyer (vorne rechts). Der dritte Angeklagte saß coronabedingt ausnahmsweise auf der anderen Saalseite. © Werner von Braunschweig

Zentrale der Bande war angeblich eine Unterschlupfwohnung in Mülheim an der Ruhr. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Einbrecher von dort aus im Dezember 2019 und Januar 2020 nahezu täglich zu Einbruchstouren ausgeschwärmt sind.

Angeblich hatten die Ermittler zuletzt einen Pkw der Bande mit einem Peilsender ausgestattet. Außerdem soll im Bereich der Unterschlupfwohnung eine Überwachungskamera installiert worden sein.

Die Anklage listet insgesamt 20 Beutezüge auf. Neben Dortmund waren auch Häuser in Bochum, Witten, Essen und Duisburg betroffen. Den Wert der Diebesbeute (Uhren, Schmuck, Münzen, Bargeld, Notebooks, Handys) beziffert die Staatsanwaltschaft auf insgesamt 55.000 Euro. Alle drei Angeklagten wollen im Prozess vorerst schweigen.

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