«Gorbi» in der Umkleide

«Gorbi» kam im neuen Anzug und wollte unbedingt «Deutsch» essen. Erzbischof Desmond Tutu entpuppte sich als humorvoller Gast und Farah Diba einmal mehr als extrem höflicher und bescheidener. Am Wochenende konnte das Grand Hotel Mercure den roten Teppich gleich ausgerollt lassen.

02.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Konferenz «Herausforderung Zukunft» im benachbarten Bochum spülte hochrangige Persönlichkeiten gleich scharenweise in das Viereinhalb-Sterne-Haus neben der B1. Sehr zur Freude von Hoteldirektor Uwe Schlünsen und seinen Mitarbeitern.

Während sich die Prominenten auf der Konferenz in Bochum sechs aktuellen Themen aus den Bereichen Politik, Friedenssicherung, soziales Bewusstsein, Umweltschutz, der Rolle Deutschlands in Europa und der Situation von Kinderrechten stellten, durften sie im Dortmunder Nobelhaus ausschließlich entspannen. Neben Farah Diba Pahlavi, Michail Gorbatschow und Desmond Tutu, waren dies u. a. Jehan Sadat und Avi Primor, Begum Aga Khan und Maria von Welser, Lech Walesa, Yusuf Islam (ehemals Cat Stevens) und Betty Williams.

Für Farah Diba und die Begum gehört das Team aus dem Grand Hotel schon zu den «alten Bekannten», denn sie übernachteten bereits hier, als in Dortmund noch der Steiger-Award verliehen wurde.

Der frühere Präsident Michail Gorbatschow, Wegbereiter der deutschen Einheit und Friedensnobelpreisträger, eilte über Düsseldorf in die Westfalenmetropole. Am Rhein hatte er sich einen neuen Anzug gegönnt. Der ältere Herr in der Umkleidekabine gegenüber «Gorbi» kam, ebenso wie die beiden Frauen an seiner Seite, aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Anlässlich einer Großveranstaltung in den Westfalenhallen, der «White Party», waren zwei Gäste im Grand Hotel als «weiße Engel» verkleidet im Hotel unterwegs. Desmond Tutu, Erzbischof und ebenfalls Friedensnobelpreisträger, schmunzelte: «Just for me??» («Extra für mich??») und zeigte beide Daumen auf «klasse» hoch.

Versteck

Es gibt ein verschwiegenes Plätzchen in Dortmund, hoch über den Wolken, sehr klein, sehr edel. In der 18. Etage des Harenberg City Center (HCC) versteckt sich mit dem Roten Salon ein feines Zimmerchen, auch fürs intime Abendessen zu Zweit. Diskretion ist alles, weiß natürlich Klaus Becker, Gesellschafter der HCC Management GmbH. Er schmunzelt nur wissend auf die Frage, welche prominente Persönlichkeit sich hier möglicherweise ohne das Wissen des eigenen Partners mit «fremden Federn» schmückte und fein tafelte samt Blick über Dortmund. Kein Kommentar von Klaus Becker. Nur so viel: «Hier bedient ausschließlich speziell geschultes Personal.» Und: «So mancher Geschäftsabschluss wurde im Roten Salon schon getätigt.» Mehr nicht. Ulrike Böhm-Heffels