Gotthelfstraße: CDU spricht von Trafohaus, nicht von Umspannwerk

rnStromversorgung

Bernd Dumont (CDU) hat viel telefoniert, als er davon hörte, an der Gotthelfstraße gebe es Pläne für ein Umspannwerk. Er wollte mehr wissen – und versteht die Aufregung nicht so ganz.

Löttringhausen, Großholthausen

, 03.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war Anfang Juni, als die Mitglieder der Bürgerinitiative Höchstspannungsleitung Dortmund-Süd und Anlieger der Gotthelfstraße Alarm schlugen. Ihre Befürchtung: Es sollte noch schnell ein Umspannwerk gebaut werden, bevor die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet dies erschweren würde.

Inzwischen liegen die seinerzeit gesammelten 200 Protestunterschriften im Rathaus. Einen Beschluss gibt es auch jetzt, Anfang August, nicht, und auch vor Ort tut sich nichts.

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Bernd Dumont ist nicht Mitglied der Bürgerinitiative und wohnt auch nicht an der Gotthelfstraße, sondern in Persebeck. Das ist nicht so weit von Kruckel weg, wo es ein Umspannwerk gibt. Und wo es auch große Ängste gegeben habe, „aber wenn man dann mal drüber redet“, so Dumont, dann werde manches klarer. Der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Löttringhausen findet: Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Das, was - möglicherweise - an der Gotthelfstraße gebaut werde, sei eine Trafostation, die in ihren Ausmaßen und in ihrem Aussehen nicht mit einem Umspannwerk zu vergleichen sei. Der Trafo könne in einem Gebäude mit bis zu 1500 Quadratmetern (inklusive Fahrweg) untergebracht werden.

„Nichts, was man sich unbedingt wünscht“

Dumont und Bürgermeister Manfred Sauer, die sich jetzt vor Ort umsahen, sind sich einig: Natürlich sei auch so eine Transformationsstation „nichts, was man sich unbedingt wünscht“, aber irgendwo müsse der Strom ja herkommen. Der Bedarf steige.

Dieses Trafohaus an der Ecke Batheyweg, Hollmann-/Olpketalstraße könne, so die CDU, nach den Maßnahmen verschwinden.

Dieses Trafohaus an der Ecke Batheyweg, Hollmann-/Olpketalstraße könne, so die CDU, nach den Maßnahmen verschwinden. © Britta Linnhoff

Da tue es das alte Trafohäuschen halt irgendwann nicht mehr. An der Brücke in der Nähe der Weißen Taube, an der Ecke Batheyweg/Hollmannstraße stehe seit schätzungsweise den 60er-Jahren eine Trafostation. Diese werde durch die „alte“, noch in Betrieb befindliche, Leitung versorgt. Diese soll zukünftig ersetzt werden, so Dumont. Hintergrund sei, dass der Verbrauch an Strom in den vergangenen Jahren gestiegen sei und weiter steigen werde. Die Gotthelfstraße biete sich an, da hier der nötige „Absprung“ von der neuen Leitung einfach zu realisieren ist.

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Natürlich sei es grundsätzlich wünschenswert, Leitungen unter die Erde zu verlegen. Aber das sei zum einen nun mal sehr, sehr teuer und zum anderen: „Man kann hier in Dortmund nicht einfach ein Loch graben. Unter der Straße ist es voller als oben“, sagt Dumont. Es gebe zum Beispiel zahlreiche Gasleitungen.

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Es sei doch im Zuge der Maßnahmen eine gute Sache, dass die Leitungen über den Häusern in der Schneiderstraße wegkommen, finden Dumont und Sauer. Unter der Prämisse, „dass wir alle gerne und sicher Strom beziehen wollen, stehen wir, die CDU, dem Projekt aufgeschlossen gegenüber“. Konkrete Anträge für ein solches Projekt gibt es aber bisher nicht.

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