Große Lichtshow - wenig dahinter

Kool Savas im FZW

Es war laut, hell und voll: Als Kool Savas am Sonntagabend auf die FZW-Bühne kam, tobte die Menge. Die Show stimmte - doch musikalisch gab es am Auftritt einiges zu bemängeln.

DORTMUND

02.04.2012, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eindrücke vom Kool-Savas-Auftritt im FZW.

Eindrücke vom Kool-Savas-Auftritt im FZW.

 In der ausverkauften großen Halle des FZW wurde unten und auf der Empore eineinhalb Stunden lang gefeiert, mitgerappt und getanzt. Hin und wieder unterbrachen die Musiker für kleine Stand-up-Comedy-Sequenzen, in denen sie Schulwitze erzählten oder zu Schlagermusik über die Bühne tanzten. Der Humor kam beim sehr jungen Publikum gut an.  Seinen Fans hat Savas mit der großspurigen, eindrucksvollen Show, unzähligen Licht- und Soundeffekten, Rap-Battles und der – leider wenig geforderten – Liveband Honig um den Flaum geschmiert. Musikalisch brachten die sieben Rapper nicht viel: Der Sound war so gemischt, dass die Texte akustisch nicht mehr zu verstehen waren – es blieb ein Matsch aus Bass, Synthesizer, Drums und einem Wust aus verschiedenen Stimmen. In der Folge klangen die gespielten Stücke wenig abwechslungsreich – das ist leider auch in der Studioversion der Stücke so. 

 Harmonisch und rhythmisch, zudem im Tempo und der Dynamik, tat sich nichts. Nicht nur mit dem balladenartigen „Immer wenn ich rhyme‘“ kam, wie Savas selbst sagte, „Lagerfeuerstimmung“ auf – zum Einschlafen. Auch wenn Savas sich in manchen Songs als guter Rapper zeigte – mit einem Doubletime in „Der Beweis II“ – und als durchaus begabter Entertainer, ließ die Qualität seines Hip Hop zu wünschen übrig.  Den Fans aber gab er mit seiner Show, was sie wollten. Und am Ende die laut und ausdauernd geforderte Zugabe: „Tribut“.

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt