Großes Rätselraten: Wann friert der Phoenix-See zu?

Wintereinbruch

Der Phoenix-See könnte in den nächsten Tagen zum ersten Mal zufrieren. Doch wer sich schon aufs Schlittschuhlaufen freut, hat Pech: Das Betreten der Eisfläche ist verboten - unabhängig von ihrer Dicke.

HÖRDE

01.02.2012, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenn die Temperatur in den nächsten Tagen weiterhin und dauerhaft unter null Grad absinkt, könnte der Phoenix-See gefrieren. Freunde des Eissports enttäuscht die Stadt aber: Das Betreten der Eisfläche auf dem Phoenix-See ist verboten.

Wenn die Temperatur in den nächsten Tagen weiterhin und dauerhaft unter null Grad absinkt, könnte der Phoenix-See gefrieren. Freunde des Eissports enttäuscht die Stadt aber: Das Betreten der Eisfläche auf dem Phoenix-See ist verboten.

Auftakt der Segelsaison am 1. April
Am 1. April wird die Segelsaison auf dem Phoenix-See eröffnet. Laut Satzung dürfen Segelboote mit maximal 1,40 Meter Tiefgang, 6,70 Meter Länge und bis 20 Quadratmeter Segelfläche genutzt werden, zudem auch Ruder- und Paddelboote. Wer im Wasser paddeln, rudern oder segeln möchte, braucht eine Genehmigung der Stadt: Pro Tag und Boot fallen fünf Euro Gebühr an, die Jahresgenehmigung für ein Segelboot kostet 100 Euro. Die 45 Liegeplätze kosten jeweils 400 Euro im Jahr.

In der Satzung zur Nutzung des Phoenix-Sees, die der Rat am 23. Februar beschließen soll, steht, was am See geht – und was nicht. Zu den 37 Ordnungswidrigkeiten zählen Grillen, Baden, Surfen, Tauchen, Fische füttern und auch das Betreten der Eisfläche.  Diese könnte es in ein paar Tagen geben – vielleicht. „Wir können keine Prognosen abgeben, wann der See gefriert, das hängt etwa von der Stärke des Windes ab“, so Stadtsprecher Thomas Kampmann.

 Auf Anfrage unserer Redaktion mochten auch Physiker der Universitäten Dortmund und Münster sowie ein Eisforscher vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven nicht prognostizieren, wie lange es dauert, bis der See zugefroren ist. Martin Schultze, Bergbausee-Experte am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Magdeburg, meint, dass dies bei Temperaturen ab fünf Grad minus nicht allzu lange dauert. Eine Prognose sei aber „fürchterlich schwierig“. Zu berücksichtigen seien die gespeicherte Wärme, die Windstärke und das Sediment.

 Wann der Phoenix-See zugefroren ist, spiele aber auch keine Rolle, sagt Kampmann: „Die Warnung, dass das Betreten der Eisfläche verboten ist, gilt ja unabhängig von der Dicke der Eisschicht.“ Spätere Ausnahmen seien nicht ausgeschlossen, so Kampmann, derzeit aber kein Thema. Der Wachdienst am Phoenix-See solle auf die Einhaltung der Vorschrift achten. Zudem stelle die Stadt in den nächsten Tagen 20 Verbotsschilder auf: „Betreten der Eisfläche nicht erlaubt“ steht darauf. Doch bei der Stadt weiß man, dass sich einige Leute möglicherweise doch aufs Glatteis wagen. „Das sind Erfahrungswerte von Betreibern anderer Seen“, sagt Kampmann.  

 Am Mittwoch spricht die Leitung des Seebetriebs mit der Spezialeinheit Wasserrettung der Feuerwehr Lindenhorst. Die ist im Notfall – wenn jemand aufs Eis geht und einbricht – für die Rettung zuständig.  Es werde dabei geklärt, so Kampmann, wie schnell die Feuerwehr vor Ort sein könne und ob man als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung mobile Eisrettungsstationen installieren müsse.  Haben Sie schon Eis auf dem Phoenix-See entdeckt?

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Auftakt der Segelsaison am 1. April
Am 1. April wird die Segelsaison auf dem Phoenix-See eröffnet. Laut Satzung dürfen Segelboote mit maximal 1,40 Meter Tiefgang, 6,70 Meter Länge und bis 20 Quadratmeter Segelfläche genutzt werden, zudem auch Ruder- und Paddelboote. Wer im Wasser paddeln, rudern oder segeln möchte, braucht eine Genehmigung der Stadt: Pro Tag und Boot fallen fünf Euro Gebühr an, die Jahresgenehmigung für ein Segelboot kostet 100 Euro. Die 45 Liegeplätze kosten jeweils 400 Euro im Jahr.

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