Streuobstwiese als Ersatz für versiegelte Fläche „nur vorgetäuscht“

Naturschutz

Für den Bau des Betriebshofs Brackel wurden Grünflächen vernichtet. Dafür gab es als Ausgleich eine Streuobstwiese an anderer Stelle. Die Aufwertung wurde nur vorgetäuscht, sagen die Grünen.

Brackel

, 20.05.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Streuobstwiese am Commendeweg in der Nähe der Oesterstraße wird nicht genügend gepflegt, sagen die Grünen in der Bezirksvertretung Brackel.

Die Streuobstwiese am Commendeweg in der Nähe der Oesterstraße wird nicht genügend gepflegt, sagen die Grünen in der Bezirksvertretung Brackel. © Andreas Schröter

Eine Streuobstwiese kann erst nach 20 bis 30 Jahren als Ersatz für eine an anderer Stelle vernichtete Grünfläche dienen – und das auch nur bei guter Pflege. Diese Ansicht vertreten die Grünen in der Bezirksvertretung Brackel in einer Anfrage zur nächsten Sitzung.

Hintergrund ist die Streuobstwiese am Commendeweg, der sich in der Nähe der Oesterstraße befindet. Die dortige Streuobstwiese ist eine Ersatzpflanzung für versiegelte Fläche am Betriebshof Brackel.

„Ökologische Aufwertung ist nicht gegeben“

Wenn aber Bäume nur gepflanzt und nicht gepflegt werden, so heißt es in der Vorlage weiter, und wenn sich Gehölzränder wegen mangelnden Rückschnitts ungehindert ausbreiten, dann sei die ökologische Aufwertung nicht gegeben. Die Ausgleichsmaßnahme sei dann gescheitert – wie am Commendeweg.

Jetzt lesen

Es sei also im Falle des Betriebshofs Brackel so, dass eine möglichst hohe Aufwertung einer kleinen Fläche vorgetäuscht werde, die niemals wirklich eintreten werde, weil es weder eine angemessene Erfolgskontrolle noch eine Entwicklungspflege gebe.

Gibt es andere Ausgleichsmaßnahmen?

Die Grünen fragen daher: Wann wird die Ausgleichsmaßnahme in den Zustand gebracht, den sie haben muss? Gibt es andere Ausgleichsmaßnahmen, die erklären, warum das nicht umgesetzt wird?

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Brackel findet statt am 4. Juni (Donnerstag) um 16 Uhr im Arent-Rupe-Haus, Flughafenstraße 7-9.

Lesen Sie jetzt