Grüne: Viele Themen vor der Brust und die Wahl im Kopf

Neujahrsempfang

Wo sich die Grünen treffen, fühlt sich Politik immer noch ein bisschen anders an - wie beim Neujahrsempfang am Sonntagmorgen.

DORTMUND

von Von Felix Guth

, 29.01.2012, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grüne: Viele Themen vor der Brust und die Wahl im Kopf

Johannes Remmel, NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, war Gast beim Neujahrsempfang der Dortmunder Grünen.

Remmel schlug bei seinem Besuch in Dortmund den ganz großen Bogen. Energiewende, Artensterben, Rohstoffwandel und die Strapazierfähigkeit des politischen Systems schlechthin – harter Denkstoff am Sonntagmorgen. „Wir haben die Voraussetzungen, um all das zu schaffen“, sagte Remmel.

Ein bisschen Optimismus schadet wohl nicht. Schließlich sollte der Neujahrsempfang dazu dienen, „dass wir alle ein wenig Kraft für alles Kommende finden“, wie Kreisgeschäftsführerin Hilke Schwingeler betonte. Denn ob Groppenbruch, OWIIIa oder Envio – das Kommende hält für die dritte politische Größe in Dortmund jede Menge Aufgaben bereit.

 Natürlich war auf dem Empfang „Wahlkampf“ eines der häufigsten Worte. „Ich gehe davon aus, dass die Beschwerde gegen OVG-Urteil abgewiesen wird und wir im September wieder wählen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Mario Krüger. Für Landtagsabgeordnete Daniela Schneckenburger kann es gar nicht schnell genug gehen. „Denn im Landtag wird man als Dortmunder zurzeit komisch angeguckt. Es wird Zeit, dass sich die Verhältnisse endlich wieder ordnen.“Doch das Wahl-Thema sorgte auch für genervtes Augenrollen. „Wahlkämpfe halten die Partei lebendig“, sagte Hilke Schwingeler.  „Aber unschön ist die Unruhe, die das auslöst.“  Von der Unruhe war am Sonntag (noch) nichts zu spüren. „Der Johannes“ schloss seine Rede mit Dank, erntete warmen Applaus. Dann ging‘s ans Buffet. Und dann ran an die vielen Aufgaben.

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