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Grüne wollen stadtweites Pfandsystem für Kaffeebecher

Coffee-to-go-Müll

Millionen von Einweg-Kaffeebechern landen Jahr für Jahr in Dortmund im Müll. Die Grünen im Rat wollen das ändern. Sie wollen, dass die städtische Verwaltung ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher ausarbeitet.

DORTMUND

, 14.09.2017 / Lesedauer: 2 min

Einen Kaffee zum Mitnehmen, bitte! Ein Satz, den man in Cafés und Bäckereien wohl Hunderte Male am Tag hört. Die Folge ist ein neuer Müllberg aus Einweg-Bechern. Die Grünen werben jetzt allerdings dafür, diesen neuen Müllberg zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 20. September stellen sie den Antrag, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Müllentsorger EDG und Gewerbetreibenden ein Konzept für ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher erarbeitet.

Kaffeebecher sind bis zu 400 Mal spülbar 

Ein Vorbild gibt es dafür bereits: Andrea Keßler, Geschäftsführerin von „Pour Coffee“, die mit einem Kaffeestand unter anderem auf dem Wochenmarkt auf dem Hansaplatz vertreten ist, hat sich einem Pfandsystem angeschlossen und hofft nun auf möglichst viele Mitstreiter.

Ein Solinger Hersteller bietet Kunststoff-Pfandbecher an, die für Kunden einen Euro kosten und in allen teilnehmenden Betrieben zurückgegeben werden können. „Sie sind bis zu 400 Mal spülbar und wiederverwendbar“, berichtet Andrea Keßler.

Möglichst viele Läden müssen mitmachen

Mit einigen Café-Betreibern – vor allem im Kreuzviertel – hat sie bereits über die Idee gesprochen und ist dabei durchaus auf positive Resonanz gestoßen. Für den großen Durchbruch wäre es aber gut, wenn sich auch die großen Coffee-Shop- und Bäckerei-Ketten dem System anschlössen.

„Das System steht und fällt damit, dass möglichst viele mitmachen“, stellt Grünen-Ratsfraktionssprecher Ulrich Langhorst fest. Mit ihrem Antrag im Umweltausschuss wollen die Grünen nun auch die Unterstützung der Stadt einfordern. Schließlich beklagten sich viele Bürger über Müll auf den Straßen. Und ein Kaffee-Becher-Pfand würde auch gut zum „Saubere-Stadt“-Aktionsprogramm der EDG passen.

Vorbild Freiburg

Dass es funktioniert, zeigt das Beispiel der Stadt Freiburg. Dort wurde im November 2016 ein Mehrweg-System für Kaffeebecher eingeführt, das von Stadt, dem lokalen Abfallwirtschaftsbetrieb und 16 Cafés unterstützt wird.

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