„Hab aktuell ne schwere Zeit“ – Grundloser Angriff am Hauptbahnhof

Polizei Dortmund

Mit einer ungewöhnlichen Begründung hat ein Mann einen Zugführer am Dortmunder Hauptbahnhof angegriffen. An der Wache stellte sich heraus, dass der Mann noch eine Haftstrafe absitzen muss.

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20.10.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein kurioser Einsatz der Bundespolizei: Ein 40-jähriger Mann, der nach eigenen Angaben aktuell eine schwere Zeit habe, soll am Dienstag (20. Oktober) grundlos einen Bahnmitarbeiter angegriffen und diesen als „Scheiß Deutschen“ betitelt haben. Anschließend soll er sich in der Zugtoilette eingeschlossen haben, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.

Demnach wurde die Bundespolizei gegen 8 Uhr zum RE57 im Dortmunder Hauptbahnhof gerufen. In dem Zug sollte es zu einem Angriff auf einen Bahnmitarbeiter gekommen sein.

„Scheiß Deutscher“

Vor Ort erklärte der 59-jährige Lokführer, dass er nach Halt des Zuges im Hauptbahnhof von dem 40-jährigen türkischen Staatsangehörigen grundlos und mit den Worten: „Scheiß Deutscher“ angegriffen worden sei. Den Angriff konnte er abwehren und wurde so nur leicht verletzt. Anschließend habe sich der Mann auf der Zugtoilette eingeschlossen. Dort nahmen ihn Einsatzkräfte fest und brachten ihn zur Wache.

Der 40-Jährige erklärte den Beamten daraufhin, dass er aktuell eine schwere Zeit durchleben würde. Wie weitere Ermittlungen ergaben, befindet sich der Mann derzeit wegen der Corona-Pandemie in einer Strafunterbrechung und hat nach dieser noch eine 19-tägige Haftstrafe wegen Sachbeschädigung zu verbüßen.

Gegen den polizeibekannten Mann leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Körperverletzung ein.

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