Grundwasser überflutet schon wieder den Hoeschpark

Schadstoffverdacht

Ein Teil des Hoeschparks steht unter Wasser - zum wiederholten Mal, aber jetzt besonders hoch. Der Freundeskreis Hoeschpark befürchtet, dass das vom höher gelegenen Thyssen-Krupp-Gelände durchsickernde Grundwasser Schadstoffe enthält.

DORTMUND

, 09.03.2016 / Lesedauer: 2 min
Grundwasser überflutet schon wieder den Hoeschpark

"Waterworld für Arme" steht in Anspielung auf den Film Waterworld (Wasserwelt) am Zaun an der Seenplatte. Irmgard Wegener, Martin Busch und Ute Ellermann (v.l.) vom Freundeskreis Hoeschpark verpassen Bäumen Schwimmreifen.

Um welchen Teil des Hoeschparks geht es?

Es geht um Brügmanns Hölzchen im nördlichen Teil des Parks. Dort stehen weite Teile, etwa eine Fläche von der Größe zweier Fußballfelder, unter Wasser. Überschwemmt sind Wege, ein Teich, eine Terrasse mit Bänken und ein großer Teil des Wäldchens.

Woher kommt das Wasser?

Das benachbarte Gelände von Thyssen-Krupp liegt höher, von dort sickert das Grundwasser herab. Früher wurde das Wasser durch Pumpen zurückgehalten, inzwischen ist die Wasserwirtschaft auf dem Gelände eingestellt.

Wie kommt es zu dem Schadstoff-Verdacht?

Da das Wasser vom Gelände ehemaliger Schwerindustrie stammt, liegt der Verdacht nicht fern. Es geht um Schwermetalle und Cyanide. Die Mitglieder des Freundeskreises sagen, es seien bereits vom Betreiber, der Sportwelt Dortmund, Proben genommen worden. Die Geschäftsführerin Claudia Heckmann bestreitet das. 

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Der Hoeschpark ist überflutet

Im Hoeschpark tragen die Bäume neuerdings Schwimmringe. "Uns steht das Wasser bis zum Hals", steht auf Schildern an ihren Stämmen. Der Freundeskreis Hoeschpark macht mit dieser Aktion auf die Überflutung aufmerksam. Wir haben uns vor Ort umgesehen.
08.03.2016
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So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
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So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze
So sieht es aktuell im Hoeschpark aus.© Foto: Stephan Schütze

Warum wird wegen des Verdachts nicht eine Wasserprobe genommen und untersucht?

Thyssen-Krupp teilt dazu auf Anfrage mit: „Ob das dortige Grundwasser belastet ist, ist schwer feststellbar.“ Die Sportwelt Dortmund als Betreiberin verweist auf die Stadt als Eigentümerin des Geländes. Ob die Stadt eine Wasserprobe veranlasst hat, war trotz Nachfrage bislang nicht zu erfahren.

Was unternehmen Stadt, Sportwelt und Thyssen-Krupp?

Die Stadt, Eigenümerin des Geländes, verweist auf den Betreiber, die Sportwelt Dortmund. Die setzt tagsüber zwei bis drei Pumpen ein. Mehr könnten die Abwasserleitungen nicht fassen, erklärt Claudia Heckmann. Nachts könnten die Pumpen wegen der Diebstahlgefahr nicht in Betrieb bleiben.

Thyssen-Krupp teilt mit: „Generell besteht in diesem Bereich ein relativ hohes Niveau beim Grundwasserspiegel. Dies ist möglicherweise unter anderem auf die teilweise geänderte, industrielle Nutzung des Geländes zurückzuführen. Ein signifikanter weiterer Anstieg des Grundwasserspiegels war zuletzt aufgrund unserer Messungen nicht festzustellen.“ Im Gespräch mit der Stadt prüfe man nun, wie die städtische Entwässerung in diesem Bereich insgesamt verbessert werden könne.

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